Von „Peggy Sue“ bis „Sloop John B.“

 Oldie-Night mit „ The (G)Oldies“ im Reitersaal

„The (G)Oldies“, das sind Achim Bütow, Franz kleine Holthaus, Helmut „Eddy“ Ostendorf und Joachim „Dejo“ Decker (von links).

Wildeshausen - Von Bettina Pflaum. „Sugar-Sugar Baby, oh-oh Sugar-Sugar Baby – Mhhhhm, sei doch lieb zu mir“... wer bei dieser Songzeile spontan einen Ohrwurm hat und anfängt, mit den Füßen zu wippen, ist bei einem Konzert der „G(O)ldies“ goldrichtig. Denn die Band mit Franz kleine Holthaus, Joachim „Dejo“ Decker, Achim Bütow und Helmut „Eddy“ Ostendorf hat sich der Musik der 1960er- bis 80er-Jahre verschrieben. Rund 70 Oldie-Perlen haben die Jungs mittlerweile in ihrem Repertoire.

„Sloop John B.“, „Marina“, „Eight Days A Week“, „Peggy Sue“ oder „Das schöne Mädchen von Seite Eins“: Von Rock’n’ Roll über Pop bis Schlager jagt bei den „G(O)ldies“ ein alter Superhit den nächsten. Am Sonnabend, 4. November, stehen sie wieder auf der Bühne. Die Oldie- und Schlager-Dance-Night im „Reitersaal“ der „Gildestube“ in Wildeshausen beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro, Karten gibt es an der Abendkasse. Der Erlös des Abends kommt der Hondurashilfe zu Gute. Die Schirmherrschaft hat Wildeshausens ehemaliger Bürgermeister Franz Duin übernommen.

„Uns vier verbindet die Leidenschaft für gute Musik. Die Songs der damaligen Zeit funktionieren heute noch, die Leute – auch jüngere – kennen und lieben die Oldies. Ich glaube nicht, dass viele der heute aktuellen Lieder in vierzig Jahren noch gespielt werden“, sagt Decker. Er lernte kleine Holthaus, Ostendorf und Bütow in der Band „Fair Play“ Anfang der 1990er-Jahre kennen. Als dann die Band „Looback“ eine CD für die Honduras-Hilfe aufnahm, wandte sie sich an Decker. „Sie wussten, dass ich singe, und baten mich, zwei Lieder beizusteuern“, berichtet er.

Aus Spaß hatte er 1972 bei einem Gesangswettbewerb in Harpstedt mitgemacht. Mit seinem Vortrag von „Beautiful Sunday“ holte er den Sieg mit 178 Stimmen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. „Seitdem habe ich mich den Oldies verschrieben. Ich fühle mich in den Songs zu Hause; wenn ich sie singe, ist es, als ob ich in meine Jugend zurückversetzt bin“, unterstreicht er seine Passion.

Erfahrung aus 270 Lebensjahren auf einer Bühne

Als sich die Band „Look- back“ auflöste, fragten kleine Holthaus und Bütow vor etwa sechs Jahren bei Decker nach, ob er Interesse hätte, mit ihnen zusammen Musik zu machen. „Von da an waren wir die ,G(O)ldies’, den Namen hat uns meine Tochter gegeben“, schmunzelt Decker. Zunächst kam das Schlagzeug aus der Konserve, dann gesellte sich Helmut „Eddy“ Ostendorf an den Drums dazu. Es hat sich herumgesprochen, dass die Band, die zusammen 270 Lebensjahre auf die Bühne bringt, ihr Publikum mitreißt wie junge Hüpfer. 

„Bei unserem Konzert Anfang Oktober in der Brasserie sind die Leute abgegangen wie nichts. Sie haben jeden Song mitgesungen und tanzten bis zur Erschöpfung“, erinnert sich „Dejo“. Für ihn ist das der schönste Lohn: „Ich habe vor dem Auftritt zwar immer fürchterliches Lampenfieber, aber dann versinke ich in der Musik und lebe von der Energie, die das Publikum uns zurückgibt. Die lieben diese alten Songs nämlich genauso wie wir“, versichert er.

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