Stadt Wildeshausen möchte mit Vergnügungsstättenkonzept Ansiedlung regulieren

Glücksspiel in der Innenstadt ist unerwünscht

Glücksspiel in der Innenstadt: Spielhallen wie an der Heemstraße sollen nicht mehr genehmigt werden.
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Glücksspiel in der Innenstadt: Spielhallen wie an der Heemstraße sollen nicht mehr genehmigt werden.

Wildeshausen – Was tun, wenn immer wieder Betreiber von Wettbüros oder Spielhallen in Wildeshausen einen Betrieb eröffnen wollen, diese Art der Geschäfte aber vielen Menschen missfällt? Vor diesem Hintergrund hat die Stadt auf Anraten des Landkreises Oldenburg ein Fachbüro mit der Erstellung eines Vergnügungsstättenkonzeptes beauftragt (wir berichteten).

Die jetzt vorgelegte Fassung wurde vom Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt nun für gut befunden und soll am 25. März im Rat beschlossen werden. Sie sieht vor, Wettbüros und Spielhallen, aber auch Sexshops sowie Bordelle in der Innenstadt nicht zu dulden. Da eine Stadt aber auch Positivbereiche festlegen muss, sollen diese sich in einem Teil des Gewerbegebietes Stockenkamp (ohne Erotik), des Westrings, des Gewerbegebietes Visbeker Straße sowie im geplanten Industriegebiet Wildeshausen-West befinden. Zum Teil gibt es dort bereits derartige Einrichtungen.

Katharina Ruhr vom beauftragten Büro „stadt + handel“ aus Dortmund listete für den Ausschuss auf, dass es aktuell 14 Vergnügungsstätten in Wildeshausen gibt. Darunter fallen neun Spielhallen und zwei Wettbüros, ein Bordell, eine Diskothek und ein Indoor-Spielpark. „Von manchen Einrichtungen kann erhebliches Störpotenziel ausausgehen“, so Ruhr. Schwierig sei beispielsweise, dass Wettbüros deutlich höhere Mieten bezahlen könnten als der inhabergeführte Einzelhandel. Vergnügungsstätten könnten zur Störung des Ortbildes führen, Lärmbelästigung mit sich bringen und die Gefahr eines „Tradingdowns“ bedeuten, womit eine sinkende Attraktivität des Standortes gemeint ist.

Bernhard Block (CDW) monierte, dass das Gutachten sich mit Bordellen und Sex-Shops beschäftigt, obwohl diese als Gewerbebetriebe beziehungsweise Einzelhändler eingestuft werden. „Gibt es da etwa Anfragen?“, erkundigte er sich. Davon, so Ruhr, sei ihr nichts bekannt. Es sei aber perspektivisch sinnvoll, sich damit zu beschäftigen, falls es dann doch mal Anfragen gebe. „Ich habe selten eine so gute Präsentation gesehen“, lobte Wolfgang Sasse (CDU). „Sie ist ein gutes Hilfsmittel für die Planung in den jeweiligen Gebieten.“ Man könne die Ansiedlung von Vergnügungsstätten nur über den Bebauungsplan steuern. Dafür sei das Konzept eine gute Grundlage.

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