AfD zieht mit vier Sitzen und 7,85 Prozent ins Gremium ein

SPD und CDU gleichstark im Kreistag vertreten

Landkreis - Ein enges Rennen endet mit einem Gleichstand: SPD (30,55 Prozent) und CDU (30,73) besetzen jeweils 15 Sitze im neuen Kreistag im Landkreis Oldenburg. Die Sozialdemokraten büßen damit 3,29 Prozentpunkte ein.

Die Christdemokraten verlieren auch. Allerdings nur 1,62 Prozentpunkte. Größter Gewinner ist die AfD (7,85), die aus dem Stand vier Sitze erlangt. Die Grünen verlieren einen Sitz, sind noch mit sechs Abgeordneten vertreten. Sie verlieren im Vergleich zu Kommunalwahl 2011 ganze vier Prozentpunkte, landen bei zwölf Prozent. Die FDP stellt künftig fünf statt vier Abgeordnete. Sie vereint 9,69 Prozent der Stimmen, was ein Plus von 1,03 Prozent ausmacht. 

Die UWG gewinnt ebenfalls einen Sitz hinzu, stellt nun zwei Vertreter. Ihr Ergebnis von 3,97 Prozent entspricht einem Plus von 1,38 Prozentpunkten. Die Linke verbessert sich ebenfalls leicht um 0,59 Prozentpunkte und landet bei 2,77 Prozent, was zwei Sitze (einen mehr als 2011) bedeutet. Die Freien Wähler schaffen es auf 1,94 Prozent, verlieren fast zwei Prozent und einen ihrer Sitze. Soweit das vorläufige Gesamtergebnis vom Sonntagabend. Wichtig ist noch, dass der Kreistag mit 50 Sitzen vier Plätze mehr zur Verfügung hat als 2011.

Was die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen angeht, zeichnet sich jedoch ab, dass die AfD vor verschlossenen Türen steht. „Da sind so viele andere, mit denen man zusammenarbeiten kann“, meinte Axel Brammer (SPD). Er habe keine Erklärung für den Erfolg der rechten Partei, denn „wir stehen als Landkreis eigentlich gut da“.

Niels-Christian Heins (FDP) sprach von einer Unzufriedenheit mit allen Parteien, die er während des Wahlkampfs von Teilen der Bevölkerung gespürt habe. Es gebe keinen Grund, mit der AfD zusammenzuarbeiten, sagte er. Vor fünf Jahren hätten die Liberalen unter dem Gegenwind aus der Bundespolitik gelitten, das sei diesmal anders gewesen.

Wolfgang Sasse (CDU) erklärte, „garantiert nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten“. Ansgar Focke (CDU) kündigte derweil an, sich inhaltlich mit der AfD auseinanderzusetzen. „Wir werden rechtes Gedankengut unterbinden“, betonte er. Das gelte auch für „große bundespolitische Debatten im Kreistag“. Es gelte, die AfD inhaltlich zu stellen. Bei lokalen Themen wie beispielsweise Radwegen, der Schulstruktur und Straßensanierungen.

Die AfD kündigte derweil an, sich in die Kommunalpolitik einarbeiten zu wollen. „Es ist demokratischer Grundsatz mit allen Parteien zusammen zu arbeiten, wenn sie vernünftige Vorschläge machen“, sagte Harm Rykena aus Ahlhorn. - bor

+ Ergebnis Kreistag Oldenburg

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Antje Holsten

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