„Gleiches Recht auf Feiertage, egal welche Konfession

Wildeshauser beziehen Stellung zur Frage: Reformationstag zukünftig immer frei?

Ulrich Arlinghaus möchte bundesweite Gleichheit. - Fotos: Pleuß

Wildeshausen - Von Alina Pleuß. Schlag für Schlag soll Martin Luther vor 500 Jahren seine Thesen an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg befestigt haben. Dieses Ereignis jährt sich am Dienstag, 31. Oktober. Zur Feier des Jubiläums wird der Reformationstag in diesem Jahr bundesweit als Feiertag zelebriert.

Bislang galt das nur für einzelne Bundesländer. Seitens der Politik gab es jedoch die Idee, diesen zusätzlichen, freien Tag auch über 2017 hinaus deutschlandweit einzuführen. Unsere Zeitung hat sich in Wildeshausen umgehört, wie sich die Bürger zu dieser Möglichkeit positionieren.

Ulrich Arlinghaus aus Lohne ist der Meinung, dass allgemein alle Feiertage bundesweit gleich sein sollten. „Man muss sich erst mal darüber einigen, dass es nicht länger von Bundesland zu Bundesland verschieden ist.“

Barbara Vahrenhorst befürwortet die Feiertagsidee.

Die Wildeshauserin Barbara Vahrenhorst befürwortet die Idee des Reformationstages als bundesweiten Feiertag, jedoch unter der Voraussetzung, dass respektvoll damit umgegangen wird: „Wenn er als kirchlicher Feiertag zelebriert und von den Bürgern anerkannt wird, ist das schön. Also wieso nicht?“ Die Menschen dürften nur nicht vergessen, warum sie frei haben. Es solle nicht „so ein Kommerz wie an Weihnachten“ daraus werden. Sie freue sich jedoch für jeden Arbeitnehmer, der dadurch einen freien Tag mehr hätte.

Rachel Pals

Auch als Ausgleich zu den südlich gelegenen Bundesländern sei das gerecht, findet die Ahlhornerin Rachel Pals. „Ich komme gebürtig aus Rheinland-Pfalz, und dort gab es wesentlich mehr Feiertage. Ich denke, es sollte ein gleiches Recht auf alle Feiertage geben, egal welche Konfession mehr verbreitet ist.“

Marion Sopke

Ob die Idee überhaupt umsetzbar wäre, ist für die Wildeshauserin Marion Sopke nicht sicher. „Ich befürworte diese Möglichkeit auf jeden Fall. Ich habe nur meine Zweifel daran, dass das klappen könnte. Schließlich wurde schon der Buß- und Bettag abgesetzt, obwohl der historisch gewachsen ist.“

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