600 Gäste bei Eröffnungsfeier der Gaststätte im „Hannoverschen Hof“

„Gildestube“ will Lücke in Wildeshausen schließen

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Bürgermeister Jens Kuraschinski (links) überreichte Investor Jürgen Luthardt ein Präsent zur Eröffnung.

Wildeshausen - „Du sollst deinen Wirt ehren und schätzen und nicht ärgern, damit er lange lebe … und ihn nicht nur sonn- und feiertags besuchen!“ Sechs Regeln dieser Art hatte Bürgermeister Jens Kuraschinski den 600 Gästen mitgebracht, die Jürgen und Nils Luthardt, Oliver Nicolai und Holger Munke am Freitagabend zur Eröffnung ihrer „Gildestube“ im „Hannoverschen Hof“ begrüßten.

Im neuen Gastraum, den Clubräumen, im Reitersaal und in den Räumlichkeiten der Tanzschule fanden die Gäste jede Menge Platz und Gelegenheit zur gemütlichen Geselligkeit. „Von den 400 Einladungen haben ungefähr 600 Personen zugesagt. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Jürgen Luthardt in seiner Begrüßungsrede im großen Festsaal. Der „Hannoversche Hof“ sei schon über Jahrhunderte hinweg ein „gastronomischer Ort der Gemütlichkeit für die gesamte Landgemeinde und die Stadt Wildeshausen“ gewesen. „Tradition wurde in Wildeshausen immer großgeschrieben. Es liegt nun an uns allen, ob das auch in Zukunft zur Freude aller gelingen wird.“

Die Stimmung im Saal ließ daran jedenfalls keinen Zweifel. Mit dem Wildeshauser Lied, das aus Hunderten Kehlen ertönte, begleitet vom Musikkorps Wittekind, wurde die „Gildestube“ gebührend eingeweiht.

Danach ließ es sich auch Bürgermeister Jens Kuraschinski nicht nehmen, den „Wirten“ im Namen der Stadt und der Schützengilde zu gratulieren: „Ihr schließt eine große Lücke in Wildeshausen.“ In Spitzenzeiten habe es annähernd 100 Lokale in und rund um die Stadt gegeben. Diese Zahl habe rapide abgenommen. „Auch unsere Stadt bleibt vom generellen Kneipensterben nicht verschont“, so Kuraschinski. „Ich habe das immer bedauert, weil ich persönlich ein Anhänger gemütlicher Abende mit guten Freunden, angeregter Unterhaltung oder gar einem zünftigen Kartenspiel in Geselligkeit bin“, betonte er.

Gute Gaststätten seien Mittelpunkte der Begegnung, des Gesprächs und des Kontakts. Keine Zweifel hat Kuraschinski daran, dass die „Gildestube“ all das für Jung und Alt bietet. „Der Name spricht für sich selbst, da dürfte der Erfolg programmiert sein, zumal die Gildestube für euch eine Herzensangelegenheit ist.“ Die Sorgen der Wildeshauser und der Gildebrüder, die sich in den vergangenen Jahren schon öfter auftaten, wenn man etwas Größeres feiern wollte, dürften nunmehr verschwinden.

Um einen Teil zum Erfolg des Lokals beizutragen, hatte Kuraschinski eine besondere Dekoration im Gepäck: Er überreichte Investor Jürgen Luthardt, den geschäftsführenden Inhabern Nils Luthardt und Oliver Nicolai sowie Betriebsleiter Holger Munke eine Schwarz-Weiß-Fotografie aus Wildeshausen. Natürlich erinnert das Motiv an ein Gildefest in der Stadt – und zwar an das Kinderschützenfest im Jahr 1932.

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