Parkplatzplanung steht auf der Agenda

„Gildeplatz ist die Pulsschlagader“

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Dicht gedrängt: Der Gildeparkplatz ist in der Regel vollgeparkt. Die Stellflächen sind sehr eng bemessen.

Wildeshausen - Es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht Anzeigen wegen Falschparkens oder Schäden an Autos gibt, weil die Parksituation auf dem Wildeshauser Gildeplatz so chaotisch und beengt ist. Die Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger möchte deshalb ihren Antrag wieder in die Beratung einbringen, der zum Ziel hat, die Parkflächen zu vergrößern sowie drei weitere Eltern-Kind-Parkplätze anzulegen.

Laut Stadtverwaltung soll das Thema schon bald wieder auf die Tagesordnung kommen. „Wir werden das in Zusammenhang mit der Sanierung der Parkpalette behandeln“, kündigt Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge an.

Die Problematik ist schon lange in der Diskussion. Im Oktober 2017 hatten der Ausschuss für Stadtenwicklung, Bau und Umwelt sowie der Verwaltungsausschuss beschlossen, die Maßnahme in die Prioritätenliste zum Straßenunterhaltungsprogramm aufzunehmen. „Dann wurde aber in nicht öfffentlicher Ratssitzung beschlossen, es doch nicht aufzunehmen“, wundert sich Flauger, die deshalb nachfragte. Aus ihrer Sicht besteht nämlich dringender Handlungsbedarf, da die Parkplätze zu eng für neue Autotypen bemessen sind.

Auch die Grünen/Piraten waren vor rund zwei Jahren an dem Thema dran und hatten mehrere Fragen an die Stadtverwaltung gerichtet, die sich mit der Entstehung der Parkflächen und möglichen Veränderungen beschäftigen.

Aus der Antwort der Verwaltung ging hervor, dass die Pflasterarbeiten bereits 1987 nach der Fertigstellung der Parkpalette vorgenommen wurden. Unter den Steinen gibt es eine Sandbettung und darunter ein frostsicheres Mineralgemisch auf Sandpolster. Die Verwaltung führt aus, dass die Fahrstreifen sowie die Entwässerungsrinnen in der derzeitigen Form belassen werden könnten. In den Parkflächen würde das Pflaster aufgenommen und neu verlegt. Durch die Neuaufteilung könnten zunächst acht Parkplätze entfallen. An der Zufahrt zur Parkpalette könnten jedoch vier neue Flächen geschaffen werden. Zu den genauen Kosten wollte der Fachbereich Bau schon damals nichts sagen. Ursprüngliche Schätzungen gingen von mindestens 75 000 Euro aus.

Der Handels- und Gewerbeverein Wildeshausen hält die Situation auf dem Gildeplatz ebenfalls für unbefriedigend. Aber der Vorsitzende Johannes Lenzschau sieht derzeit nicht den dringenden Handlungsbedarf. „Die Stadtverwaltung hat signalisiert, dass sie auf uns zukommen wird, wenn auch über die Parkpalette gesprochen werden soll“, so Lenzschau. Er macht deutlich, dass der Gildeplatz für die Innenstadtbetriebe die „Pulsschlagader“ ist. Ohne diese Parkmöglichkeit in Geschäftsnähe würde der Handel stark gefährdet. Von daher seien Gedankenspielereien, den Platz in Zukunft gar nicht mehr für Kraftfahrzeugstellflächen zu nutzen, nicht zu akzeptieren.

dr

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