Dresscode quasi eingehalten

Wachkompanie holt bei „Kanonieren“ Frackprobe nach

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Die Wachkompanie hat den Pfingstclub „Die Kanoniere“ einer Frackprobe unterzogen. Trotz einiger Mängel im Erscheinungsbild war die Stimmung gut.

Wildeshausen - Zwei verschiedenfarbige Socken, eine weiße Fliege und Schwierigkeiten beim Präsentieren des Gewehrs stellte die Wachkompanie beim Gildeclub „Die Kanoniere“ fest.

Deren Mitglieder hatten bislang keine Frackprobe absolviert, sodass diese am Dienstagmittag auf Rademachers Hof am Marktplatz nachgeholt wurde. Das Sockenproblem löste die Kompanie kurzerhand: Mit mehreren Lagen schwarzen Klebebandes wurde der weiße Strumpf fest umwickelt. 

Jedes Jahr Späße für die Wachkompanie

„Ihr müsst noch ein wenig üben“, meinte Stabssergeant Werner Böhler. Der 1995 gegründete Club organisiert jedes Jahr Späße für die Wachkompanie: „Wir essen was, trinken was und machen dummes Zeug“, berichtete Chronist Wolfgang Ohlrogge. „Die freuen sich, dass sie Bier kriegen.“ 

Etwas zu spät kamen die beiden Kanoniere Harry Schipper und Kurt Nijboer – die beiden mussten noch zwei am Sonntag geborene Lämmer füttern. „Die wurde von ihrer Mutter nicht akzeptiert“, erzählte Nijboer. Jetzt zieht der Schäfer sie mit der Flasche groß.

Beim ersten Fest direkt vor dem Gildegericht

Der gebürtige Niederländer lebt in Wildeshausen und hat auch seinen Studienfreund Schipper in den Club eingeführt. „Er hat mich gezwungen, mitzumachen. Ich hatte eigentlich keinen Bock auf das Militärische“, so Schipper, der 1995 sein erstes Gildefest erlebte und prompt vor dem Gildegericht landete. „Ich war beeindruckt, weil ich dachte, es wäre echt.“

Als seine Strafe jedoch daraus bestand, einen Schnaps zu kippen, dämmerte ihm der Ernst der Veranstaltung. Seitdem hat er kein Fest verpasst und ist seit 1997 Mitglied bei den „Kanonieren“. Jedes Jahr kommt er zu Pfingsten aus dem niederländischen Harderwijk nach Wildeshausen, um mit seinen Clubfreunden zu feiern. Die zogen später weiter zum Ausmarsch, zur Herrlichkeit und ihrem Gruppenquatier.

Dort sollte es – wie seit Jahren schon – Aal, Hering und Erdbeerkuchen geben. „Das ist eine gute Vorbedingung, um den Abend zu überstehen“, erzählte Ohlrogge schmunzelnd

pp

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