Spielmannszug-Trommler setzt sich durch

Der beste von 28 Schützen: Jan Hoffrogge ist der neue König

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Die neue Majestät Jan Hoffrogge wurde von Lars Kröger (l.) und Oliver Rosemeier (r.) zum Krönungstisch gebracht.

Wildeshausen – Der Spielmannszug Wildeshausen wird im kommenden Jahr öfters auf Trommler Jan Hoffrogge verzichten müssen. Der 31-jährige Wildeshauser gewann am Dienstagabend um 19.48 Uhr das Vogelschießen der Schützengilde im Krandel und wurde von Oliver Rosemeier, Lars Kröger, Andreas Tonn und Thorsten Graf auf der Sänfte zum Krönungstisch getragen.

Dort hatte Hoffrogge jedoch keinen Zylinder, an dem der Mooskranz befestigt werden konnte. Der Tambourmajor des Spielmannszuges, Jens Hoffmann, gab jedoch seine Mütze ab, sodass der Kranz Halt fand. Auf die Frage, ob der Spielmannszug von seiner Teilnahme weiß, antwortet Hoffrogge lächelnd: „Das bekommen wir schon hin.“

Der Trommler ist seit 2000 im Spielmannszug aktiv. In der Gilde ist er seit 2009. Er ist verheiratet mit Friederike, die ebenfalls im Spielmannszug aktiv ist und die Lyra spielt. Die beiden Kinder Lotta (6) und Jenne (1) bekamen zunächst nichts von dem großen Erfolg des Papas mit. Sie waren bei den Großeltern in Dötlingen. Hoffrogge ist Außendienstmitarbeiter und war zum zweiten Mal im Finale. Diesmal konnte er sich durchsetzen und bekam die weiße Fliege des Königs.

Es hatten sich am Abend 28 Anwärter gemeldet, die den Papagoy aus 32 Metern holen wollten. Das erste Schießen führte gleich zu einem Stechen von Florian Wachsmann und Jens Liebert. Liebert holte schließlich den Vogel von der Stange und sicherte sich den Platz im Finale. Im zweiten Schießen konnte sich Andreas Grüter gegen die sechs Mitbewerber durchsetzen. Der dritte Durchgang war an Kürze kaum zu überbieten. Es waren vielleicht fünf Schüsse gefallen, da hatten Tobias Müller und Andreas Helms beide gleichzeitig getroffen. Das Stechen war dann noch kürzer. Müller, stellvertretender Gruppenleiter bei der 1. Gruppe der Feuerwehr Wildeshausen, brauchte nur einen Schuss, um den Vogel abzuschießen.

Mehr dazu: Das Schießen zum Nachlesen im Ticker

Jan Hoffrogge benötigte dann im vierten Durchgang kein Stechen und konnte nach den Gratulationen für die Finalteilnahme gleich wieder zum Gewehr greifen. Die Spannung stieg, doch der Vogel musste noch einmal wieder heruntergefahren werden. Dann saß er so locker, dass es keine Minute dauerte, bis Hoffrogge den richtigen Schuss setzte. Zunächst mochte er gar nicht glauben, dass er den Sieg davongetragen hatte. Dann jedoch brach er in Jubel aus und konnte seine Friederike in die Arme schließen. Vor ihm liegt nun ein ereignisreiches Jahr, in dem der Spielmannszug nur die zweite Rolle spielen wird.

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