Exerzieren der Wachkompanie im Krandel / Carsten Müller spricht schwergewichtige Urteile

Beförderungen und ein neuer Richter

Carsten Müller (M.) ist neuer Richter. Hier sitzt er mit Fähnrich Jörn Röhr (l.) und Uwe Gropp vor dem Rathaus. - Fotos: dr

Wildeshausen - Leutnant Jörn Ahlers freute sich am Sonntagvormittag bei einem Blick auf sein Handy: „Heute Abend auf der Burgwiese haben wir nur zehn Prozent Regenwahscheinlichkeit.“ Hundert Prozent Regen gab es allerdings dann um 10.30 Uhr, als die Wachkompanie zum Exerzieren antrat. So marschierten die Soldaten schnurstracks ins Zelt, um dort die Beförderungen und Ehrungen vorzunehmen.

Hauptmann Detlev Hohn beförderte Arne Peters und Marcus Lange vom Rekruten zum Soldaten, vom Soldaten zum Gefreiten wurde Patrick Bielefeld befördert. Obergefreite sind nun Elmar Court, Philipp Hogeback, Sönke Theesfeld und Birko Hasselmann. Zum Stabsgefreiten wurde Henry Wallischek befördert, während Dirk Böhler zum Unteroffizier ernannt wurde. Stabssergeant ist Werner Böhler, seit 1972 Wachemitglied und von 1992 bis 2016 Vizefeldwebel der Wache. Zur 30-jährigem Mitgliedschaft gratulierten Hohn und Feldwebel der Wache, Detlev Horst, dem Stabsoffizier Harald Zierock, seit 40 Jahren dabei ist Stabssergeant Ludger Hogeback.

Die Geehrten und Beförderten der Wachkompanie im Krandel.

Das Prozedere konnten die Mitglieder des Hohen Gerichtes ganz entspannt im Trockenen erleben. Uwe Gropp, Heinrich Boning, Carsten Kloster und Otto Böttcher stellten ihren neuen Kollegen Carsten Müller vor, der für Kay Dannhorn ins Team gekommen ist. Müller, 52 Jahre alt, 118 Kilo schwer und 197 Zentimeter groß, war schon vor der ersten Verhandlung aufgrund seiner Körpermaße für die „schweren Fälle“ vorgesehen. „Den lassen wir aufstehen, wenn einer der Deliquenten aufmüpfig wird“, kündigte Boning an. Zwei Jahre lang gilt Müller, der seit 32 Jahren in der Gilde ist, als Justizanwärter. „Wir werden schauen, ob wir zueinander passen“, sagte der Außendienstler in der Gastronomie. Aufgrund seines Alters wäre er gut geeignet als Nachwuchsmann. Denn Boning ist bereits seit 49 Jahren im Gericht, Böttcher bringt es auf 44 Jahre und Gropp ist seit 33 Jahren dabei.

„Nach 50 Jahren Gerichtsarbeit höre ich auf“, kündigte Boning schon mal an. Irgendwann müsse man für Jüngere den Stuhl räumen. Im Krandel berichtete er, dass er sogar mal Ambitionen gehabt hatte, König zu werden. Mit einem befreundeten Polizisten übte er, doch beim Schießen hatte er keine Chance. Während er noch das Gewehr lud, hatten die anderen schon ihre ersten Schüsse gesetzt... - dr

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