Gildeclub „Die Fracktion“ hilft am Eröffnungstag beim Einräumen

Große Spendenbereitschaft für neue Möbelkammer

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Während die Männer vom Gildeclub „Die Fracktion“ bereits die ersten gut erhaltenen Stücke abholten, informierten sich am Eröffnungstag zahlreiche Interessierte in der neuen Möbelkammer über die Spendenmöglichkeiten.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Die Initiative „Willkommen in Wildeshausen“ sowie das DRK-Mehrgenerationenhaus haben am Sonnabend die Wildeshauser Möbelkammer eröffnet.

„Es ist furchtbar, wenn etwas weggeschmissen wird, das man woanders dringend braucht“, findet Christian Heß. Nun ist der Neu-Wildeshauser froh, dass er sich ehrenamtlich als leitender Koordinator für die Möbelkammer engagieren darf. Sie hat ihre Heimat in einer Halle der Firma Hamann am Reepmoorsweg 49 gefunden. Das Deutsche Rote Kreuz ist Träger der neuen Einrichtung, die als Hilfe für die in Wildeshausen lebenden Flüchtlinge gedacht ist.

„Diese Möbelkammer ist eine supergeile Idee“, betonte Heß. „Und es ist total beeindruckend, was hier heute schon an gut erhaltenen Möbelstücken zusammengekommen ist.“ 15 Wildeshauser vom Gildeclub „Die Fracktion“ sorgten dafür, dass sich die 150 Quadratmeter große Halle schnell füllte. „Der Club hat sich bei uns gemeldet – und da haben wir uns die Jungs natürlich gerne für den Möbeltransport geschnappt“, strahlte Kreszentia Flauger von der Initiative „Willkommen in Wildeshausen“ angesichts der tatkräftigen Helfer.

Bereits im Vorfeld hatten sich Spender bei der Stadt und beim Mehrgenerationenhaus gemeldet. Die Bereitschaft ist groß, jedoch besteht ohne Koordination die Gefahr, dass es zu „Hallenhütern“ unter den Möbelstücken kommt. Es soll wirklich nur das zwischengelagert werden, was die Bedürftigen zur Einrichtung ihres Wohnraums benötigen. „Riesige Schrankwände sind da zum Beispiel fehl am Platz, während Stühle, Tische, Nachttische, aber auch Betten immer gebraucht werden“, so Flauger.

Sei es ein Schreibtisch, an dem die Kinder ihre Hausaufgaben machen können, Sitzgelegenheiten für Besuch oder ein gut erhaltener Teppich – was woanders nicht mehr in die Einrichtung passt, wird durch die Möbelkammer dorthin geleitet, wo es gebraucht wird. „Ganz wichtig ist uns, dass auch ein Foto von dem betreffenden Möbelstück mitgesendet wird“, betonte Heß.

Die „Fracktions“-Mitglieder holten am Eröffnungstag auch einen auseinandergebauten Kleiderschrank von Spendern ab – inklusive Foto und Zeichnungen für den Wiederaufbau. Zahlreiche Interessierte und Spendenwillige fanden sich außerdem zur Möbelkammer-Eröffnung ein – um sich zu informieren, was gebraucht wird und wie gespendet werden kann.

Nach dem erfolgreichen Start sucht Heß nun noch ehrenamtliche Mitstreiter für den laufenden Betrieb. „Hier wird zwar nichts einfach so abgegeben, alles läuft ausschließlich nach Absprache mit mir“, betonte Heß. Helfer würden aber vor allem noch für die Möbeltransporte, für das Auf- und Abbauen von Möbelstücken sowie möglicherweise für kleinere Reparaturarbeiten gesucht. „Wenn es gar nicht anders geht, können wir Möbelstücke auch von Spendern direkt abholen, so wie es die ‚Fracktion‘ am Eröffnungstag getan hat. Schöner ist es natürlich, wenn die Spender die Sachen nach Absprache mit mir zur Möbelkammer oder aber im besten Fall von mir koordiniert direkt zu der Wohnung, für die das Möbelstück gebraucht wird, bringen können“, wünschte sich Heß.

Die Spenden werden vorzugsweise per E-Mail an möbelkammer@gmail.com, aber auch unter der Telefonnummer 0176/25044401 aufgenommen. Für Spendenwillige gibt es ein Formular auf der Internetseite der Willkommens-Initiative unter der Rubrik Möbel.

www.willkommen-in-wildeshausen.de

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