Schaffermahl: Bürgermeister regt humorvoll eine Lösung für London an

Gilde-Unterhaus soll Brexit abwenden

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Gute Gelegenheit zum Gespräch: Das Schaffermahl bot die Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamem Feiern. 

Wildeshausen.  Im Rahmen des Wildeshauser Schaffermahls wird seit wenigen Jahren traditionell auch nationale und internationale Politik gemacht. Zumindest in den Gedankenspielereien der Redner. Wollte der damalige Oberst Ernst Frost auf der Akropolis die Griechenlandkrise abwenden, kämpfte Bürgermeister Jens Kuraschinski (vergeblich) gegen die Diesel-Affäre, in dem er Kutschen als Fortbewegungsmittel proklamierte.

Am Mittwochabend hingegen nahm er sich vor rund 130 Gästen das britische Unterhaus vor und drohte an, dass die Schützengilde ihre Offiziere nach London schickt. „Das Unterhaus unter der Regie von Leutnant Thomas Seyffart, der ja beruflich Kommissar bei der Bremer Polizei ist, unternimmt eine Dienstreise nach Brüssel und führt dort die Verhandlungen. Hauptmann Detlef Hohn übernimmt unterdessen den Vorsitz im britischen Unterhaus.“ Bis zum 28. März könne man den Brexit wohl abwenden oder ein neues Referendum einleiten, sagte er.

Ein wenig bange wurde dem Bürgermeister aber bei dem Gedanken, dass das britische Unterhaus im Ratssaal mit dem Oberhaus der Gilde tagen wird. „Wie massiv werden diese Veränderungen in die Struktur der Gilde eingreifen?“, fragte Kuraschinski und sprach sich dann doch dafür aus, das geliebte Gildefest in althergebrachter Weise zu feiern.

80 Tage vor Pfingsten gab es viele launige Reden bei diversen Heringsspezialitäten. Der Plattdeutschbeauftragte der Stadt, Friedrich Ahlers, erzählte, wie er am 26. Mai 1984, als er gerade zum neuen Schaffer gewählt worden war, seinen Zylinder mit Mooskranz vermisste. Man hatte ihm den Hut stibitzt, doch glücklicherweise hatte der Schaffer des Vorjahres noch seinen Zylinder mit altem Mooskranz, den er schnell holen konnte. „Da haben einige Frauen erstaunt geschaut“, erzählte er. Denn diese waren es, die ihm die Kopfbedeckung gemopst hatten und ihm dann eröffneten, er könne sie am nächsten Tag bei der Polizei abholen.

Oberst Willi Meyer ging ebenso wie der Ehrengast, CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, auf die Frage ein, ob Frauen am Schaffermahl teilnehmen sollen. „Sie waren bei uns immer Gäste oder Ehrengäste“, betonte Meyer mit Blick auf eine Diskussion in Bremen.

Bley war für Minister Björn Thümler eingesprungen, dessen Vater gestorben war. Der Landtagsabgeordnete setzte sich dafür ein, dass es wieder ein Tabakskollegium im Ratssaal gibt. „Es geht nicht um banales Rauchen, das durch das Nichtraucherschutzgesetz verboten werden sollte. Es bedeutet Tradition, Brauchtum und ist ein Ritual, einfach herrlich“, sagte Bley. „Wir sollten die Entscheidung für oder gegen das Tabakskollegium allein dem Hohen Gericht der Gilde überlassen.“

Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal

Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt
Rund 130 Gäste feierten am Mittwochabend das Schaffermahl im Wildeshauser Rathaussaal. © Mediengruppe Kreiszeitung/Bornholt

Zur Frage, ob Frauen Schafferinnen werden sollten, meinte Bley: Man dürfe gespannt sein, wie sich die Diskussion in den nächsten Jahren entwickelt. „Meine persönliche Meinung dazu: Die Gilde funktioniert auch hervorragend, ohne dass Frauen Schafferinnen werden.“  dr

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