Freiwillige Feuerwehr nimmt neue Drehleiter detailliert unter die Lupe

Der gewisse Knick macht’s

„Drehleiter-Test“ in der Wildeshauser Innenstadt.

Wildeshausen - Sie ist abgängig und schon längst außer Betrieb genommen, die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen. Nach einer Zeit mit einem Leihfahrzeug, ist die Wehr zurzeit mit einer gebraucht gekauften Drehleiter unterwegs. Das wird sich aber ändern, es soll eine neue angeschafft werden. Aus diesem Grund wurde den Verantwortlichen der Ortswehr am Mittwochabend eine Drehleiter des Herstellers Magirus detailliert vorgeführt.

Vor einiger Zeit hatte bereits das Unternehmen Metz eines ihrer Produkte präsentiert. Die Vorstellung am Mittwochabend erfolgte jedoch nicht nur auf dem Gelände des Feuerwehrhauses, sondern vielmehr auch unter realen und erschwerten Bedingungen in der Innenstadt, auf der engen Westerstraße.

„Eines der Hauptaugenmerke galt dabei dem abknickbaren letzten Teil des Leiterparks, was sehr große Vorteile bringt“, betonte der stellvertretende Ortsbrandmeister Conrad Kramer im Gespräch mit unserer Zeitung. Diese lägen ganz klar darin, dass das Arbeiten hinter Dachfirsten ermöglicht werde. Zudem erleichtere diese technische Verbesserung das Absetzen des Korbes hinter Balkongeländern. „Hinzu kommt, dass beim Einsatz auf engen Straßen enorm Zeit gespart werden kann, da durch die Knickvorrichtung der Korb direkt von vorne bestückt und bestiegen werden kann“, so Kramer.

Bislang sei es so gewesen, dass der Leiterpark angehoben, verschwenkt und wieder abgesetzt werden musste. „Am Beispiel Westerstraße oder anderer enger Gebiete muss gesagt werden, dass der Leiterpark ganz aufgerichtet, um 180 Grad gedreht und dann wieder gesenkt werden musste, damit die Kameraden den Korb besteigen konnten. Da sind dann schnell einige wichtige Minuten weg“, erklärt Kramer. Magirus sei der einzige Hersteller, der diese Vorrichtung anbietet.

„Außerdem erleichtert diese Drehleiter auch den Aufbau einer Wasserversorgung. Es ist nur noch ein Ankuppeln nötig, der letzte Teil des Leiterparks ist mit einer festen Rohrleitung ausgestattet. Beim Ausfahren zieht die Leiter den Schlauch nach“, so Kramer. Alles in allem sei das ein sehr ansprechendes Fahrzeug: „Welcher Hersteller jedoch gewählt wird, das entscheiden wir nicht, das liegt in den Händen der Verwaltung, die auch die Ausschreibung vornimmt.“

Zunächst wird sich jetzt der Arbeitskreis „Fahrzeuge“ zusammensetzen, um eine Liste der erforderlichen Ausstattung zu erstellen, die dann der Stadt übermittelt wird. „Natürlich werden wir der Verwaltung unsere Wünsche mitteilen und auch die Vorteile der Fahrzeuge aufzeigen. Dabei spielt die Knickvorrichtung sicherlich eine sehr große Rolle“, betonte Kramer. Ebenso würde die Wehr der Stadt mitteilen, welches Fahrgestell von Vorteil ist: „Unser Trend geht dabei jedoch klar in Richtung Mercedes, wobei es auch MAN- und Iveco-Fahrgestelle gibt. Aber in diesen Punkten können wir nur abwarten, denn die Kostenfrage spielt sicherlich eine große Rolle.“

Wann aber soll das neue Fahrzeug angeschafft werden,  das jetzige hat immerhin auch schon 25 Jahre auf dem Buckel ? „Die Bestellung wird sicherlich noch in diesem Jahr erfolgen, sodass die neue Drehleiter im nächsten Jahr bei uns eintreffen könnte. Ich weiß, dass im Haushalt 800 000 Euro für diese dringende Ersatzbeschaffung eingestellt sind. Probleme mit der Finanzierung gibt es somit nicht“, erklärte Kramer.

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