Stadt möchte attraktive Betriebe  zur Ansiedlung ermuntern

Gewerbeflächen sollen teurer werden

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In der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gibt es einige Grundstücke, die 18 Euro pro Quadratmeter kosten. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen wird den Quadratmeterpreis für neue Gewerbegrundstücke erhöhen. Derzeit liegt der subventionierte Preis bei 18 Euro. Wie hoch er in Zukunft sein wird, ist noch nicht abschließend entschieden. Die Empfehlung von Bürgermeister Jens Kuraschinski liegt bei 30 Euro. Diese Summe ist auch für den kommenden Haushalt eingeplant.

„Sind 18 Euro noch zeitgemäß?“, fragte Kuraschinski am Donnerstag im Finanzausschuss in die Runde, um gleich darauf mit „nein“ zu antworten. Seit vielen Jahren habe dieser „politische Preis“ Bestand gehabt, ohne auch nur annähernd die Kosten zu decken. Gleichzeitig müsse sich die Stadt sehr genau überlegen, ob sie in Zukunft alle interessierten Betriebe ansiedeln wolle – oder nur noch diejenigen, die hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten.

Bei den Ausschussmitgliedern stieß die Inititiative des Bürgermeisters auf Zustimmung, zumal viele Nachbargemeinden höhere Preise aufrufen. So kostet der Quadratmeter Gewerbefläche im Eco-Park in Emstek derzeit 42 Euro, im Niedersachsenpark in Neuenkirchen-Vörden 35 Euro und in Visbek 20 Euro.

Einig waren sich die Politiker aber auch, dass es eine Leitlinie für die Wirtschaftsförderung geben muss. „Der Grundstückspreis ist nicht das wesentliche Kriterium“, so Jens-Peter Hennken (CDU). „Wir haben hervorragende Flächen in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Deshalb sollten wir einen marktkonformen Preis nehmen.“ Es sei zudem wichtig, zu schauen, ob die Branche zukunftsträchtig sei und ob Arbeitsplätze angesiedelt werden können. Stephan Rollié (CDU) und Rainer Kolloge (UWG) regten an, einen Fördertopf einzurichten, aus dem Unternehmen unterstützt werden können. Damit könne man Betriebe anlocken und auch lenken, wer sich in Wildeshausen ansiedeln wolle. Das sah auch Kuraschinkski so, der zwar einen festen Preis veröffentlichen möchte, dann aber als Stadt „beweglich sein“ will, um Firmen dazu zu bewegen, nach Wildeshausen zu kommen.

Es muss allerdings noch geprüft werden, ob Wildeshausen den Preis für Flächen in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme einfach erhöhen kann. Manfred Rebensburg (Grüne) äußerte die Befürchtung, dass die Vertragsvereinbarungen dagegen sprechen. Kuraschinski sicherte zu, das prüfen lassen zu wollen. Er sei aber zuversichtlich, dass die Stadt Möglichkeiten habe, den Preis zu regulieren. - dr

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