Jahreshauptversammlung der Wildeshauser Tafel / Mitarbeiterzahl konstant

Gewerbeaufsichtsamt hat kaum etwas zu bemängeln

Nicht nur Lebensmittel: Ein freundlicher Spender, der nicht genannt werden wollte, hat im vergangenen Jahr annähernd 100 neuwertige Kuscheltiere an Peter Krönung (links) und Kai Gogol übergeben. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Als eines der wichtigsten Ereignisse im vergangenen Geschäftsjahr bezeichnete Peter Krönung, Vorsitzender der Wildeshauser Tafel, während der Jahreshauptversammlung die Unterzeichnung des Mietvertrages für das neue „Tafelhaus“ in der alten Feuerwehr in Ahlhorn.

„Der Umzug vom Dorfgemeinschaftshaus in die neue Ausgabestelle hat Dank der Hilfe vieler Ehrenamtlicher reibungslos funktioniert, sodass wir am 3. Mai die erste Ausgabe in den neuen Räumen durchführen konnten“, so Krönung. In diesem Zusammenhang dankte er nochmals dem Vermieter Gerd Grannemann für seine Mithilfe sowie den Handwerkern für ihre Zuverlässigkeit.

Ein zweites Bauvorhaben konnte im September in Ahlhorn abgeschlossen werden: Die Fertigstellung des Unterstandes für die Kunden konnte aufgrund der Hilfe der Firmen Grotelüschen und Hallo (Neerstedt) Garms (Aschenstedt) und Schütte (Bergedorf) in kurzer Zeit erledigt werden.

In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende zudem darauf ein, dass sich im Personalbereich einiges getan hat: „Unsere Reinigungskraft hat ihre Arbeit zum 1. September beendet. Kai Gogol hat seinen Arbeitsvertrag als Teilzeitkraft mit 30 Stunden unterschrieben.“ In Ahlhorn habe sich dagegen für die Reinigung der Toiletten eine Kundin gefunden: „Nachdem Ende des Jahres ein Ein-Euro-Jobber ausgeschieden ist, sind jetzt jedoch zwei neue Kräfte über das Jobcenter eingestellt worden.“

Ferner berichtete Krönung von einem unangemeldeten Besuch des Gewerbeaufsichtsamtes in der Wildeshauser Ausgabestelle: „Bis auf einige wenige Spinngewebe hatten die Frauen nichts zu bemängeln. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass die Hygiene sowohl bei der Aufbereitung als auch bei der Ausgabe der Lebensmittel streng zu beachten ist.“ Die Mitarbeiter seien durch die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz durch das Gesundheitsamt entsprechend geschult worden: „Ehrenamtliche, die diese Schulung noch nicht gemacht haben, sollten sich umgehend beim Vorstand melden.“

Eine weitere erhebliche Baumaßnahme stand zum Ende des Jahres mit der Sanierung des Fußbodens in Wildeshausen an. „Wir haben zwischen Weihnachten und Neujahr die Tafelschließung genutzt, um den Boden hygienisch neu zu gestalten. Zu den Kosten von rund 12 000 Euro gab es einen Zuschuss von unserem Bundesverband“, erzählte der Vorsitzende.

Die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. In Wildeshausen waren es zum Jahresende 72 und in Ahlhorn 20 Kollegen, die sich für das Wohl der Menschen einsetzen. „Die Mitarbeiterwerbung ist ein ganzjähriges Thema. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda, regelmäßiges Anbringen der Werbebanner an den Standorten, mit der Agentur ,mischMIT !’ sowie mit einem beschrifteten Tafelauto von Taxi Bothe und einigem mehr konnte der zahlenmäßig gleichwertige Stand gesichert werden“, so Krönung.

Der größte Teil der Ehrenamtlichen ist im Besitz der Ehrenamtskarte der Stadt Wildeshausen. „Bisher waren nur wenige Vergünstigungen bekannt. Zum Beispiel für das Hallenbad und die Volkshochschule“, erklärte Krönung. Auf der Homepage der Stadt würden unter dem Stichwort „Ehrenamtskarte“ jedoch weitere Vergünstigungen aufgezeigt: „Voraussetzung für die Erlangung der Karte ist mindestens ein Jahr ehrenamtliche Tätigkeit mit mindestens 100 geleisteten Stunden.“ Der Begriff Ehrenamtspauschale von jährlich 720 Euro bedeute nichts anderes, als dass bei Zahlung eines Entgelts diese Summe steuerfrei wäre.

Im vergangenen Jahr hat die Tafel laut Statistik Lebensmittel für 22 000 Menschen ausgegeben. Während in Ahlhorn 225 Haushalte mit 613 Personen angemeldet sind, beträgt die Zahl in der Kreisstadt 297 Haushalte mit 701 Personen. Durchschnittlich besuchen in Ahlhorn 83 Haushalte mit 243 Personen (144 Erwachsen und 99 Kinder) pro Woche die Tafel. In Wildeshausen sind es 129 Haushalte mit 244 Menschen (162/82).

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