„proWerkstätten“ Himmelsthür weiten Angebote aus

Dem Gewächshaus wieder Leben eingehaucht

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Im wahrsten Sinne des Wortes wieder Leben eingehaucht: Unzählige Setzlinge wachsen jetzt im Gewächshaus in kleinen Töpfen. Eileen Bumann und ihr Kollege Sönke Janßen (Zweiter von rechts) überzeugen sich von der Arbeit der Beschäftigten.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Länger als drei Jahre hat es brach gelegen, jetzt herrscht wieder reges Treiben im Gewächshaus der „proWerkstätten“ Himmelsthür an der Dr.-Klingenberg-Straße in Wildeshausen. Werkstattleiterin Eileen Bumann hat angeschoben, dass ihm erneut Leben eingehaucht wird. Die offizielle Einweihung erfolgt am Sonntag, 27. August, im Rahmen eines Tages der offenen Tür der „proWerkstätten“. Dazu sind von 13 bis 17 Uhr alle Interessierten eingeladen.

„Der Mitarbeiter, der das Gewächshaus und auch die Verarbeitung des Holzes zu Kaminholz betreut hat, ist leider verstorben. Daher sind die Arbeiten seinerzeit eingeschlafen“, erklärt Bumann. Ihr sei es aber wichtig gewesen, diesen Bereich wieder zu beleben: „Damit haben wir die Angebotspalette für unsere Beschäftigten wieder erhöht. Zumal es sich um leichte Arbeiten handelt, die auch Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf verrichten können.“

Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Unter anderem werden unzählige Blumen-Setzlinge in Töpfe gepflanzt. „Das ist alles für den Tag der offenen Tür. Die Blumen wollen wir dann anbieten“, so Bumann. Zudem sei geplant, mit den gezüchteten Pflanzen Märkte zu besuchen, um sie zu verkaufen: „Beet- und Balkonpflanzen möchten wir aber auch direkt hier in der Werkstatt verkaufen.“ 

Kooperation mit Werkstatt in Hildesheim

Doch damit nicht genug, die hiesigen „proWerkstätten“ sind eine Kooperation mit einer Werkstatt in Hildesheim eingegangen, die Bio-Landwirtschaft betreibt. „Verschiedene Produkte von dort wollen wir demnächst hier mit vermarkten, damit wir ein breiteres Angebot haben.“ Geplant sei außerdem, Pflanzkübel aus Beton selbst herzustellen: „Diese werden dann hübsch bepflanzt und verkauft. Unser Ziel ist es, dass in absehbarer Zeit etwa 15 Personen im Gewächshaus arbeiten“, so Bumann. Diese seien aber auch noch für Gärtnerarbeiten auf dem Gelände und außerhalb zuständig.

Direkt neben dem Gewächshaus befindet sich die Holzverarbeitung. „Das ist unser Lieblingsgerät. Damit machen wir das Holz klein“, ruft ein Beschäftigter und zeigt auf eine große Maschine. „Auch hier wurde lange Zeit nichts mehr bewegt. Einige Stämme sind daher nicht mehr zu gebrauchen“, sagt Bumann. „Jetzt ist aber die Produktion von Kaminholz wieder angelaufen, und die Leute haben ihren Spaß daran.“ Ziel sei es, pro Woche etwa zehn Raummeter zu verarbeiten: „Das Holz wird von den Beschäftigten kaminfertig gemacht und dann verkauft. Abnehmer gibt es dafür immer.“

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