Wachsoldat kämpft gegen MPS

„Gestatten, ich bin Ernst v. W‘alex“

„Ernst v. W‘alex“ ist in verschiedenen Varianten zu haben.

Wildeshausen - Von Joachim DeckerEr ist gerade einmal 27 Millimeter groß, aus reinem Sterlingsilber gefertigt und trägt den klangvollen Namen „Ernst v. W‘alex“. Zudem ist er ein waschechter Wildeshauser. Zu haben ist dieser kleine Wachsoldat, der von der Wildeshauser Goldschmiedemeisterin Marita Wagenstetter gefertigt wird, als Ohrschmuck, Anhänger, Krawattennadel und sogar als Ring.

„Eine Ähnlichkeit mit lebenden Figuren des wichtigsten Festes der Wittekindstadt ist absolut kein Zufall, sondern ziemlich beabsichtigt“, sagt die „Mutter“ des kleinen Freundes, der an den Pfingsttagen an einem Stand an der Westerstraße (vor dem Kaufhaus Schnittker) zu haben ist.

Der Verkauf dieses Schmuckstückes, dabei wird die Goldschmiedin von ihrer Freundin Ingeborg Heitzhausen unterstützt, hat jedoch auch einen wichtigen Hintergrund – den Benefizgedanken. Denn der kleine Wachsoldat mit dem so großen Namen kämpft gegen Mukopolysaccaridose (MPS). „Auch über den internationalen Tag der MPS hinaus, den wir am Sonnabend auch in der Kreisstadt begangen haben, soll diese kleine Figur dazu beitragen, dass weiterhin Spendengelder zugunsten der MPS-Patienten fließen“, sagt Marita Wagenstetter. Sie spricht damit die Tatsache an, dass pro verkaufter Figur acht Euro gespendet werden: „Das Gute ist, dass alles, was bis zum 15. August für die MPS-Patienten gespendet wird, von der Bethe-Stiftung noch verdoppelt wird. Das heißt, dass bei jeder Figur, die über den Tisch geht, insgesamt sogar 16 Euro als Spende fließen.“

Ein Blick auf „Ernst v. W‘alex“ zeigt, dass hier eine wahre Künstlerin am Werk war. So hat der Wachsoldat nicht nur einen Papagoy an der Brust, sondern auch die Falten in seiner Hose wurden gut sichtbar herausgearbeitet. Zudem hat Marita Wagenstetter auf jedes auch noch so kleine Detail der Uniform geachtet. „Ja, wenn ich was anfange, dann muss es auch vernünftig sein“, sagt die Goldschmiedin. Und dabei verrät sie, dass sie die Form für den Wachsoldaten mit einem 0,5 Millimeter dicken Rundfräser als Relief gefertigt hat: „Ohne Lupe lief da natürlich nichts.“ Wie lange sie an der Form gearbeitet hat, lässt sich bei dieser Liebe zum Detail nur erahnen: „Es soll eben ein Schmuckstück sein, das auch nach dem Pfingstfest noch an eine tolle Zeit des gemeinsamen Feierns und der Freude erinnert.“

Bestellt werden kann „Ernst v. W‘alex“ auch unter Telefon 0174/3808816 oder per E-Mail an „wagenstettermarita@web.de“ oder „ingeborg.heitzhausen@ewetel.net“. „Die Käufer halten damit dann nicht nur ein Schmuckstück in den Händen, sondern tragen mit dem Erwerb dazu bei, dass weiter geforscht werden kann, die schlimme MPS doch noch zu besiegen. Denn leider hat diese Krankheit auf Grund ihrer Seltenheit bis heute noch keine Lobby“, sagen die beiden Frauen.

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