Gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten

CDU: Stadt braucht neue Klassenräume

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Wenig Platz: die Wallschule.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Seit Jahren sind die Grundschulen in der Stadt Wildeshausen am Limit, was die Zahl der Schüler, Klassen und Unterrichtsräume betrifft. Nun muss nach Einschätzung der CDU-Fraktion im Rat dringend gehandelt werden. Denkbar wäre der Bau einer neuen Schule.

„Bei den deutlichen Überschreitungen handelt es sich leider nicht um eine temporäre Situation, sondern um einen der Verwaltung bekannten Mangel, der abgestellt werden muss“, betont Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse. „Unter diesem Aspekt müsse selbstverständlich auch die Planung der Ganztagsschule und die Raumsituation mit den Containern gesehen werden“, ergänzt er in einem Brief an Bürgermeister Jens Kuraschinski. Der schulpolitische Sprecher der CDU, Günter Lübke, hat beantragt, die in den gesetzlichen Vorgaben festgelegten Größen (Zügigkeit) für alle in Trägerschaft der Stadt Wildeshausen befindlichen Grundschulen einzuhalten und kurzfristig Maßnahmen einzuleiten, die diese Anforderung nachhaltig absichern.

Lübke: „Die Verordnung über die Schulorganisation legt in Größe der Schulen und von Teilen von Schulen fest, dass die Zahl der Klassen und Lerngruppen je Schuljahrgang in Grundschulen höchstens vier Züge betragen darf.“ Diese Höchstzahl dürfe nur vorübergehend überschritten werden. Bei den Berechnungen sei nach derzeitiger Erlasslage in Grundschulen von 24 Schülern pro Klasse auszugehen.

„Im Schuljahr 2013/14 waren beispielsweise der erste, zweite und dritte Jahrgang der Wallschule jeweils fünfzügig“, führt Lübke aus. Für die Jahre 2016 und 2019 sei ebenfalls eine Fünfzügigkeit prognostiziert. Zudem müssten bereits heute und auch zukünftig zusätzliche Räumlichkeiten für die Einrichtung von Sprachenlernklassen vorgehalten werden.

Derzeit hat fast jedes zweite Grundschulkind in Wildeshausen einen Migrationshintergrund, und ebenso werden Schüler mit festgestelltem Förderbedarf beschult. Die aktuellen Entwicklungen wie die Unterschiedlichkeit der Lerngruppen, schulische Inklusion, Beschulung von Flüchtlingen und Asylanten stellen nach Meinung von Lübke sehr hohe Anforderungen an die Lehrer sowie die Schulsozialpädagogen dar. „Die Eltern haben vor dem Hintergrund der pädagogisch höchst herausfordernden Situation einen Anspruch darauf, dass ihre Kinder in überschaubaren und der Verordnung entsprechenden Zügigkeit der Schule beschult werden“, so der Christdemokrat. Die Stadt Wildeshausen als Schulträger trage in dieser Frage die Verantwortung für eine erfolgreiche Schulentwicklung.

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