Kontrolle der Sortimente in den großen Märkten

Geschulter Blick auf das Warenangebot am Westring

Geschirr gibt es in den großen Märkten am Westring in recht großen Abteilungen. Das Sortiment gehört vorrangig in die Innenstadt.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Einige große Einzelhandelsmärkte am Westring in Wildeshausen bekommen demnächst unangemeldet Besuch. Mitarbeiter der Kommunalberatung Dr. Lademann und Partner aus Hamburg werden im Auftrag der Stadt Wildeshausen das Sortiment kontrollieren und dokumentieren.

Zu vier Terminen kommen die Berater in die Kreisstadt, schreiten die Verkaufsflächen ab und erheben das Angebot nach 16 Sortimentsgruppen der Wildeshauser Liste. Insgesamt 42 Sortimente werden nach Angaben von Wildeshausens Baudezernent Manfred Meyer daraufhin überprüft, ob sie auf der genehmigten Fläche in den Märkten angeboten werden dürfen. Die Ergebnisse des Monitorings sollen der Politik vorgelegt werden. „Wir stellen niemanden öffentlich an den Pranger“, so Meyer. Verstöße würden aber selbstverständlich geahndet.

Das Sortimentscontrolling sowie das Flächenmonitoring gibt es in dieser Form erstmals in Wildeshausen. Laut Baurecht dürfen die großen Einzelhandelsunternehmen am Westring nicht mehr als zehn Prozent ihrer Fläche für Innenstadtsortimente nutzen. Ziel ist es, damit den Handel in der Stadt zu schützen. Zu den zentrenrelevanten Sortimenten gehören beispielsweise Bekleidung, Haushaltswaren, Uhren, Schmuck, Spielwaren, Haus- und Tischwäsche oder Schuhe, die in der Wildeshauser Liste aufgeführt sind.

Einzelhandel sollte regelmäßig überprüft werden

Bereits im Einzelhandelsentwicklungskonzept aus dem Februar 2015 wird zu den Angeboten der Märkte Stellung genommen. Die Gutachter betonen, dass ein größerer Anteil an zentrenrelevanten Sortimenten außerhalb der Innenstadt vorzufinden ist. 

„Es empfiehlt sich deshalb, etwa alle zwei Jahre eine Überprüfung der faktischen Randsortimentsanteile des Einzelhandels vorzunehmen“, heißt es in der Expertise – verbunden mit der Empfehlung, die Bestandsdaten des Einzelhandels regelmäßig fortzuschreiben und die Überprüfung der einzelnen Betriebe unangekündigt sowie durch einen geschulten Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder gutachterlich begleitet durch ein Monitoring der Verkaufsflächen und der zentrenrelevanten Randsortimente durchzuführen.

Problembereiche frühzeitig kontrollieren

Ein solches Monitoring stellt nach Ansicht der Gutachter ein gutes Beobachtungssystem dar, das neben der Überprüfung der Konzepttreue (genehmigter Sortimentsumfang) kontinuierlich Weiterentwicklungen des Einzelhandels in Wildeshausen beobachtet. Neben der Erfolgskontrolle ermögliche dieses Instrument zudem, frühzeitig Problembereiche zu identifizieren. Da im Einzelhandel eine große Fluktuation zu verzeichnen ist, müsste die Datenbank etwa alle zwei bis drei Jahre fortgeschrieben werden.

Sollten in den kommenden Monaten und Jahren die geplanten Neubauprojekte von Aldi und Rewe realisiert werden, dürften diese Märkte ebenfalls regelmäßig Besuch von Prüfern bekommen. Denn sowohl Discounter als auch Vollsortimenter haben mittlerweile viele Waren im Angebot, die den Innenstadtgeschäften das Leben schwer machen.

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