„Zustand des Gebäudes verbessern, bevor es weiteren Schaden nimmt“

Geschichtsverein mahnt: Villa Knagge dringend sanieren

Dieser Anblick der Villa Knagge mit Bauzaun erfüllt den Bürger- und Geschichtsverein mit Sorge. - Foto: Rohdenburg
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Dieser Anblick der Villa Knagge mit Bauzaun erfüllt den Bürger- und Geschichtsverein mit Sorge. 

Wildeshausen - Die beiden Vorsitzenden des Bürger- und Geschichtsvereins, Bernd Oeljeschläger und Karl-August Kolhoff, appellieren in der aktuellen Jahresschrift des Vereins eindringlich an alle Beteiligten in Wildeshausen, die Villa Knagge an der Ahlhorner Straße nicht nur zu schützen, sondern „den Zustand des Gebäudes schnellstmöglich zu verbessern, bevor es weiteren Schaden nimmt und in seiner historischen Substanz möglicherweise nicht mehr zu halten“ ist.

„Leider ist die Villa, die durch Erbpacht seit 1973 der Stiftung Johanneum gehört, gegenwärtig in keinem guten Zustand“, konstatieren Oeljeschläger und Kolhoff. Der Zugang zum Gebäude werde von einem Bauzaun versperrt, die Holzveranda dürfe nicht mehr betreten werden, Stützpfeiler sicherten die Vorhalle, schreiben sie den Mitgliedern des Vereins und stellen fest: „Innen wie außen besteht akuter Sanierungsbedarf. Die letzten Mieter sind inzwischen ausgezogen.“

Der Bürger- und Geschichtsverein betont in seiner Stellungnahme die Einzigartigkeit der Villa Knagge für den gesamten norddeutschen Raum. Sie sei ein wichtiges Baudenkmal. Das schöne Haus mit seiner beeindruckenden Architektur müsse erhalten bleiben.

Der Bewahrung des kulturellen Erbes fühlt sich der Verein seit vielen Jahren verpflichtet. „Allerdings können wir diese Aufgabe nur in einem Umfeld erfüllen, in dem dieses Engagement auch wertgeschätzt wird und in dem wir Seite an Seite mit Akteuren und konstruktiven Partnern arbeiten können, die sich dem kulturellen Erbe von Wildeshausen ebenso verpflichtet fühlen und sorgsam mit den historischen Hinterlassenschaften umgehen.“

In diesem Sinn fordert der Verein die Eigentümer der Villa Knagge auf, „ihrer Verantwortung gerecht zu werden und schnellstmöglich die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen einzuleiten“. Gleichzeitig appellieren Oeljeschläger und Kolhoff an alle anderen Hauseigentümer, Entscheider und Verantwortungsträger in Wildeshausen, sich für den Erhalt der historischen Bausubstanz im Ort einzusetzen. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten seien in der Kreisstadt viele ortsbildprägende Bauten abgerissen und durch uniforme Neugestaltungen ersetzt worden.

„Dies darf weder Anspruch noch Ziel oder unbewusstes Handlungsmuster von Stadtplanung und politischer Gestaltung sein“, mahnt der Bürger- und Geschichtsverein. 

dr

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