Norddeutsche Meisterschaft im Wildeshauser Tanz-Zentrum

Geschafft: Sascha und Anica holen sich erneut den Titel

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Norddeutsche Meister wurden Sascha Oltmann/Anica Wenzel (Mitte). In den weiteren Gruppen siegten Gina Johannsen/Giulio Arancio (rechts) sowie Bettina und Carsten Benda.

Wildeshausen - Von Joachim Decker.  Samstagabend, 22.30 Uhr, im Wildeshauser Tanz-Zentrum (WiTZ): Es ist vollbracht, Inhaber Sascha Kai Oltmann hat mit seiner Tanzpartnerin Anica Carmen Wenzel den Titel des norddeutschen Meisters im Discofox erfolgreich verteidigt. Verständlich, dass der Jubel groß war. Bereits zum dritten Mal hat der Wildeshauser diese Meisterschaft ausgerichtet. Dafür gab es von Supervisor Frank Becker von der TAF (The Actiondance Federation) ein dickes Lob.

Holten sich Oltmann/Wenzel in der Gruppe zwei (ab 31 Jahre) den Titel, so siegten in der Gruppe eins (bis 30 Jahre) Gina Johannsen/Giulio Arancio und in der 50plus-Gruppe Bettina und Carsten Benda. „Die Felder waren einmal mehr sehr gut besetzt, wir haben tolle Runden und Küren gesehen“, waren sich die Wertungsrichter einig. Wobei von einigen Zuschauern die eine oder andere Entscheidung in den Klassen A und B schon kritisiert wurde. „In diesen Feldern habe ich ganz klar andere Paare vorne gesehen. Aber so ist es nun einmal, die Wertungsrichter haben schließlich mehr Ahnung“, meinte Ilse Loers.

Cooler Typ zeigt Nervosität

Wer Oltmann kennt, der weiß, dass er eigentlich ein recht cooler und lockerer Typ ist. Am Sonnabend aber waren ihm zwischen den einzelnen Runden schon etwas Nervosität und Anspannung anzumerken. „Ja, ich war vor dieser Meisterschaft doch eher etwas trainingsfaul. Das hätte sich auch sehr schnell rächen können“, so der 47-Jährige, der jedoch ganz klar die Titelverteidigung im Visier hatte.

Das konnte seine Tanzpartnerin nur bestätigen: „Stimmt, wir haben nicht so viel wie sonst trainiert. Aber die letzte Woche vor dem Turnier haben wir dann doch noch mal richtig Gas gegeben.“ Das müsse auch in Zukunft der Fall sein: „Schließlich wollen wir noch zur Weltmeisterschaft nach Österreich, und auch die deutsche Meisterschaft steht noch auf dem Programm.“ Auch für diese Turniere seien vordere Plätze anvisiert.

Nach der Vorrunde standen in der S-Klasse, nur in dieser wird der Meister ausgetanzt, die Slow- sowie die Quick-Runde auf dem Programm. Krönender Abschluss waren dann die Küren. „Die Kür bildet neben Slow und Quick ein Drittel der Bewertung“, erklärte Becker.

Johannsen/Arancio tanzen Kür zum Thema „Flüchtlinge“

Hierfür hatten sich Oltmann/Wenzel das Thema „Batman“ gewählt und auch dementsprechend gekleidet – er kam als Batman und sie als Catwoman. Anders als bei Standard-Turnieren gibt es beim Discofox auch während der Wertungsrunden immer wieder tosenden Beifall und Anfeuerungsrufe. „Genau so soll es sein, wir wollen Spaß haben und Party machen, die Leute sollen nicht nur still rumsitzen“, so Becker. „Das müssen die Tanzpaare auch so rüberbringen, denn das fließt in die Bewertung ein. Ebenso wie die tänzerische Ausführung, die Schritte und Effekte sowie die Paarharmonie und Ausstrahlung, um nur einige Punkte der Bewertung zu nennen.“

Recht emotional war die Kür von Gina Johannsen/Giulio Arancio, die sich das Thema „Flüchtlinge“ gewählt hatten und dieses auch ausdrucksstark rüberbrachten. „Das war schon eine tolle Leistung, ich habe direkt etwas Gänsehaut bekommen“, so Loers, die das gesamte Turnier mit Argusaugen verfolgte, um nichts zu verpassen.

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