Erster Gottesdienst am 30. März

Renovierung der St.-Peter-Kirche im Zeitplan

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Am eingepackten Altar stehen Provisor Bernhard Kramer und Pfarrer Ludger Brock (von links). Im Hintergrund ist das Gerüst zu sehen, das den gesamten Altarraum einnimmt. Die Maler konnten wegen der Treppenstufen keinen Hubsteiger einsetzen.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Jesus hängt in durchsichtige Kunststofffolie gehüllt am Kreuz, auf einem mehrere Meter hohen Metallgerüst im Altarbereich stehen Handwerker, die die Decke weiß streichen, und dazu dudelt der 80er-Jahre „Flashdance“-Song „She’s a maniac, maniac on the floor, and she’s dancing like she’s never danced before“ aus dem Radio: Wer in diesen Tagen einen Blick in die St.-Peter-Kirche in Wildeshausen wirft, sollte mit einer Überraschung rechnen.

Seit dem 22. Februar ist das Gotteshaus ausgeräumt, sodass die Handwerker den Boden austauschen konnten. Inzwischen sind rund 1000 juragelbe Marmorfliesen verlegt. Eine Dämmschicht unter ihnen soll verhindern, dass es dem neuen Boden so geht wie dem alten. Der musste nämlich schon nach gut 20 Jahren dringend raus, weil Feuchtigkeit die Fliesen nach und nach beschädigt hatte.

Zurzeit stapeln sich in der Sakristei Gesangbücher und andere geistliche Utensilien, während der Saal des in der Nähe liegenden Waltberthauses für die Kirchenbänke herhalten muss. Doch nicht mehr lange: Am 28. März soll die renovierte Kirche gesäubert werden, sodass die Bänke und alles andere Material am Folgetag wieder an ihren Platz können. Damit wären die Bauarbeiten planmäßig abgeschlossen. Am 30. März, einem Sonnabend, stehen dann auch schon die ersten beiden Gottesdienste auf dem Programm – um 11 Uhr eine Silberhochzeit und um 17 Uhr die Vorabendmesse. Die Wildeshauser Katholiken feierten ihre Gottesdienste in den vergangenen Wochen in der Herz-Jesu-Kirche in Ahlhorn, die auch zur St.-Peter-Gemeinde gehört.

In der St.-Peter-Kirche dürfen sich die Gläubigen neben frischer Farbe und einem neuen Fußboden auch über gereinigte Lampen und Fenster freuen. Die Kronleuchter sind abgehängt und werden zurzeit neu versiegelt sowie wieder in Schuss gebracht. „Das hat ein Privatmann bezahlt“, betonen Pfarrer Ludger Brock und Provisor Bernhard Kramer. Der Spender habe auf einen privaten Sponsorenpool zurückgegriffen. „Wir freuen uns natürlich darüber“, sagen beide. Die Kirchenbänke werden in der ersten Reihe halbiert, sodass dort Rollstuhlfahrer der Predigt lauschen oder Rollatoren abgestellt werden können. Zurzeit wird noch die Taufkapelle gestrichen. Ob das Gotteshaus dank der Renovierung tatsächlich für die Ewigkeit gerüstet ist, wird jetzt die Zeit zeigen.

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