Für viele Bürger ist es ein echtes Schmuckstück

Gerda und Holger Lehmensiek sanieren Haus an der Neuen Straße

+
Gerda und Holger Lehmensiek sind überaus stolz auf ihr neues Domizil.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Wildeshauser Innenstadt ist um ein Schmuckstück reicher. Das ist die Meinung von vielen Bürgern. Das Haus mit der Nummer 31 steht an der Neuen Straße. Ein Blick aufs Namensschild verrät, dass dort Gerda und Holger Lehmensiek wohnen. Sie haben das Wohnhaus saniert und wieder mit Leben gefüllt.

„Ich wusste bis vor einiger Zeit kaum, dass dort noch ein Haus steht. Es war alles vollkommen zugewachsen“, scherzte einer der Passanten. Das war eine Aussage, die von den Eheleuten nur bestätigt werden konnte: „Das stimmt! Vom Haus war in der Tat nicht sehr viel zu sehen.“

Großes Glück, welches neuen Besitzern viel Arbeit abverlangt

Lange Zeit hatten Lehmensieks in Lüerte bei der Mutter der Ehefrau gewohnt. „Sie wollte nicht allein leben. Wir haben dort angebaut und sogar ein Schwimmbad integriert“, erzählt der Bauingenieur. Dann aber hätten sie sich entschieden, möglichst innenstadtnah in die Kreisstadt zu ziehen. Durch Zufall seien sie auf das Haus an der Neuen Straße gestoßen. „So viel Glück kannst du nur einmal im Leben haben“, betont die Ehefrau. „Die Besitzer wollten das Haus, es war ein paar Jahre unbewohnt, ursprünglich nur vermieten. Aber dann konnten wir es im Frühjahr 2015 doch kaufen, was uns riesig gefreut hat.“

Aber die Eheleute machen keinen Hehl daraus, dass dann doch einige Überraschungen in dem 1952 gebauten Haus auf sie gewartet haben: „Wir mussten die Fußböden erneuern, im Keller und Erdgeschoss komplett neue Fenster einsetzen sowie die gesamte Elektrik und die Heizung ersetzen. Das war schon ein Haufen Arbeit.“ Zudem mussten Fliesen abgeschlagen und ersetzt werden. „Der Außenbereich war völlig zugewachsen, und die Feldstein-Trockenmauer zum Wall hin war zum großen Teil eingebrochen.“

Ausschließlich Wildeshauser Handwerker haben das Haus renoviert

Die größte Überraschung habe ihnen jedoch ein Maler offenbart. „Als er im Obergeschoss gearbeitet hat, ist er auf eine Leckstelle gestoßen, es kam Wasser durchs Dach“, erzählt Lehmensiek. „Allerdings war das nur an einer kleinen Stelle in der Ecke. Als wir dann aber einen Dachdecker bestellt haben, kam das böse Erwachen: Mit dem Dach war nichts mehr zu machen, es musste unbedingt neu eingedeckt werden.“

Aber eines habe von Beginn an im Mittelpunkt gestanden: „Uns war es sehr wichtig, die alte Bausubstanz zu erhalten, es werden so viele alte Häuser abgerissen. Und das wollten wir nicht“, so Holger Lehmensiek. „Wir haben uns damit den Traum vom innenstadtnahen und altersgerechten Wohnen erfüllt“, fügt Gerda an. Und diese Sanierung und Renovierung freue nicht nur sie selber: „Immer wieder bleiben Passanten stehen, sprechen uns an und bestätigen uns, dass es alles sehr schön geworden sei.“

Besonderen Wert hat das Paar darauf gelegt nur Handwerker aus Wildeshausen zu bestellen. „Lediglich der Eichendielen-Fußboden kommt von einem Unternehmen aus der Samtgemeinde Harpstedt. Allesamt haben eine hervorragende Arbeit gemacht. Alles ging zügig voran, sodass wir zu Weihnachten 2015 in unserem neuen Domizil gewohnt haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

„Das war der richtige Schritt, Tischler ist mein Beruf“

„Das war der richtige Schritt, Tischler ist mein Beruf“

350 Schüler entdecken die heimische Wirtschaft

350 Schüler entdecken die heimische Wirtschaft

Kommentare