Gerd Jacoby gibt Amt das Ausbildungsbrücken-Koordinators an Nachfolger ab

Mallonn jetzt auf der Brücke

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Führungswechsel: Doris Daming Mallonn, Bürgermeister Jens Kuraschinski, Ralph-Peter Malonn, Ingeborg und Gerd Jacoby (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die sprichwörtlichen Fußstapfen seien zwar groß, aber nicht zu groß, denn er wolle genau dort und so weitermachen wie sein Vorgänger. Neuer Koordinator der Ausbildungsbrücke Wildeshausen und damit Nachfolger von Gerd Jacoby ist jetzt Ralph-Peter Mallonn.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Mensa der Hauptschule, der auch der Schirmherr der Ausbildungsbrücke, Bürgermeister Jens Kuraschinski, beiwohnte, übergab Jacoby das Amt an seinen Nachfolger.

Bis zum Eintritt in den Ruhestand war Mallon als Manager in der Pharmaindustrie tätig, ist im Sommer vergangenen Jahres aus Freiburg nach Wildeshausen gezogen: „Mir war von Beginn an klar, dass ich mich irgendwie ehrenamtlich engagieren möchte, um meine Zeit zu nutzen.“ Im Januar habe ihn Jacoby angesprochen und ausführlich über die Arbeit der Ausbildungsbrücke informiert.

„Ich fand die Sache sehr spannend und nützlich. Also habe ich zugesagt, das Amt des Koordinators zu übernehmen“, so Mallonn. Bislang hätte er mit Jacoby noch parallel gearbeitet, um alle Abläufe kennenzulernen: „Und jetzt mache ich allein weiter. Die Ausbildungsbrücke ist eine überaus wichtige Einrichtung. Es gibt immer wieder Schüler, die unbedingt Hilfe und Unterstützung brauchen. Und dieser Zustand wird sich auch in den kommenden Jahren nicht bessern.“ Auch sei es wichtig, dass den Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Weg ins Berufsleben unter die Arme gegriffen werde: „Daher benötigen wird dringend weitere Paten. Ganz wichtig sind weibliche, um auch den Schülerinnen Hilfe zusichern zu können.“ Interessenten können sich unter Telefon 04431/7482196 bei Mallon melden und informieren.

In ihren Ansprachen machten auch Schulleiterin Dorit Hielscher, ihr Stellvertreter Bernard Werner sowie Kuraschinski deutlich, wie wichtig die Ausbildungsbrücke für die jungen Menschen ist. „Gerd Jacoby hat hier etwas angeschoben, das dringend nötig und nicht mehr wegzudenken ist“, so Hielscher.

In der Tat war es Jacoby, der im Jahr 2009 die Ausbildungsbrücke aus der Taufe gehoben hat. „Die Hauptschule hatte schon länger überlegt, wie außerschulische Hilfe für Schüler zu leisten ist, die Probleme haben, den Abschluss zu erreichen“, erklärt Jacoby. Durch Kurt Klusmann aus Dötlingen sei die Schule auf die Ausbildungsbrücke aufmerksam geworden, die in Bremen schon aktiv war. Genau das habe zum Beschluss geführt, diesen Weg zu gehen.

„Auf Bitten der Schulleitung habe ich das Amt gerne übernommen, immerhin war ich von 1966 bis 2001 selbst als Lehrer an der Hauptschule – früher war noch die Volksschule – tätig“, betont Jacoby. Er sei gerne und mit Herz Pädagoge gewesen: „Am 8. Juni 2009 haben wir die ersten Ehrenamtsvereinbarungen unterzeichnet, im Herbst konnten sieben Paten ihre Arbeit mit acht Neuntklässlern übernehmen.

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