Verluste für Ökoladen prognostiziert

Geplanter Biofachmarkt wirkt sich auf Innenstadthandel aus

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Neben dem bestehenden Getränke- und Tierbedarfsmarkt soll ein neuer Biofachhandel eröffnet werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche soll ein neuer Aleco-Biofachmarkt haben, der am Bargloyer Weg, Ecke Westring in Wildeshausen errichtet werden könnte.

Die Eröffnung ist im Jahr 2018 geplant. Doch bevor der Markt genehmigt werden kann, haben Gutachter die möglichen Auswirkungen des Geschäftes auf den Einzelhandel analysiert.

Sie kommen zu dem Schluss, dass das Vorhaben mit dem Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt Wildeshausen vollständig in Einklang steht. Das Vorhaben führe auf rund 90 Prozent der Verkaufsfläche periodische Sortimente (Bio-Lebensmittel, -Getränke, -Drogeriewaren) und füge sich in die Entwicklungsziele des Nebenzentrums Westring ein, so das Papier des von der Stadt beauftragten Büros Dr. Lademann & Partner, das unserer Zeitung vorliegt.

Veränderung der Umsätze im Blick

Ganz wichtig vor einer Genehmigung des Biofachmarktes ist die Frage, wie sich Umsätze verändern. Nach den Prognosen der Gutachter erreichen die Verteilungswirkungen im nahversorgungsrelevanten Bedarfsbereich rund 2,5 Prozent bezogen auf den Einzelhandel in Wildeshausen. 

„Bei weitgehender Ausblendung beachtlicher Einwohnerzuwächse sind mit 3,2 Prozent die höchsten Umsatzrückgänge für die Angebote in der Innenstadt sowie am Westring zu erwarten“, so die Planer. Aufgrund der räumlichen Nähe und der Angebotsüberschneidungen gehen die Gutachter von den stärksten Auswirkungen auf die Angebote vor allem von Rossmann und vom bestehenden Bioladen in Zwischenbrücken aus. 

Aber auch die Randsortimente von Famila und des E-Centers am Westring dürften betroffen sein. Der geplante Biofachmarkt könnte mit Kunden aus dem Kerneinzugsgebiet Wildeshausen einen nahversorgungsrelevanten Umsatz von rund 2,3 Millionen Euro erzielen. Angesichts eines anzunehmenden Einwohnerzuwachses, könnte dieser sogar auf bis zu 2,8 Millionen Euro steigen.

Schwerpunkt Nahrungs- und Genussmittel

Der Biofachhandel soll neben dem Zisch-Getränkemarkt und dem Tierbedarfshändler Fressnapf gebaut werden. Der Sortimentsschwerpunkt liegt in den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel sowie Drogeriewaren, Wasch- und Reinigungsmittel. Die nächsten filialisierten Biomärkte liegen weit entfernt. Sie befinden sich in Delmenhorst, Syke und Bremen. 

Zudem gibt es Biofachmärkte in Oldenburg und Cloppenburg. Es finden sich nach Gutachterangaben zudem Spezialisten in Streulagen im Umland. Diese bieten auf Verkaufsflächen deutlich unterhalb von 800 Quadratmetern nur ein begrenztes Spektrum an Bio-Waren an.

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