Veranstalter wenden sich in einem Brief an Wildeshauser Ratsfraktionen

„Genuss am Fluss“: Gespräch soll für kreative Lösung sorgen

Nach heftigen Regenfällen musste das Festivalgelände 2017 mit viel Stroh begehbar gemacht werden. - Foto: Veranstalter

Wildeshausen - Nach der Absage des Festivals „Genuss am Fluss“ für das kommende Jahr (wir berichteten), gab es einige Reaktionen, die die Organisatoren Stefan Iken und Torsten Koschnitzke mit Verwunderung registriert haben. Nun soll es Anfang des Jahres ein Gespräch mit allen Wildeshauser Ratsfraktionsvorsitzenden geben.

Ziel ist es, „entstandene Missverständnisse auszuräumen und hoffentlich auch den Weg für eine dritte Ausgabe von ,Genuss am Fluss‘ frei zu machen“, wie es von den Veranstaltern in einem Brief heißt.

Die Diskussion ist aus Sicht von Koschnitzke und Iken nach der Absage in die „ganz falsche Richtung“ gelaufen. Auf der anderen Seite signalisieren sie, dass die große Unterstützung im Nachgang der Berichterstattung sowie die Zusage der Politik, „Brücken zu bauen“ gutgetan habe. „Genau das haben wir uns auch in den vergangenen Monaten in zahlreichen Gesprächen gewünscht, leider hat uns diese Resonanz so nie ganz erreicht“, heißt es in dem Brief an die Parteien des Stadtrats. Ziel müsse es jetzt aber sein, wirklich konstruktive Lösungen zu finden. „Wenn es weiterhin als besonders kreativer Vorschlag gewertet wird, dass wir eine Veranstalterhaftpflichtversicherung abschließen sollten, bringt uns dies nicht wirklich weiter“, schreiben Koschnitzke und Iken. Selbstverständlich sei dies schon für beide abgelaufenen Feste erfolgt und das habe man sowohl dem Bürgermeister als auch dem Stadtmarketing mehrfach so versichert.

Der Knackpunkt bei allen Überlegungen für eine neue Auflage des Festivals ist laut der Veranstalter seit einem Jahr, eine Lösung für die Problematik „gepflasterter Weg“ zu finden. „Leider erfolglos“, so Iken und Koschnitzke zu den Politikern. „Und darum brauchen wir Sie.“

In diesem Zusammenhang betonen die „Genuss am Fluss“-Organisatoren, dass sie den Ratsfraktionen gerne auch Einblicke in die finanziellen Hintergründe geben wollen. „Dies wollten wir aber nicht einfach kommentarlos als Dokument vorlegen“, schreiben sie mit Blick darauf, dass es im Stadtrat ihrer Meinung nach oft an Diskretion auch bei nicht öffentlichen Sitzungen gefehlt hat. „Auf Anfragen des Baudezernenten Manfred Meyer haben wir selbstverständlich eine Aufstellung aller Kosten, die uns für die Wiederherstellung der Herrlichkeit in 2017 entstanden sind, erstellt“, heißt es.

Eine Einladung zum klärenden Gespräch soll nun nach den Feiertagen erfolgen. Angedacht ist bislang, eventuell im Jahr des 750. Stadtgeburtstages, also 2020, ein neues Festival auf die Beine zu stellen. - dr

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