Thema Wegeschäden

„Genuss am Fluss“: Veranstalter setzen auf Unterstützung der Stadt

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Der Weg entlang der Hunte wurde neu gepflastert. Das, was Fußgänger bei Regen durchaus begrüßen, könnte den Festivalmachern Probleme bereiten, wenn es Schäden durch schwere Fahrzeuge gibt.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Zwei Auflagen von „Genuss am Fluss“ hat es bereits in Wildeshausen gegeben. Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es, das Event, das überregionale Ausstrahlung entfaltet, auch in Zukunft zu organisieren. Dafür benötigen sie aber die Rückendeckung der Stadt – beispielsweise, wenn der neue gepflasterte Weg von der Kokenstraße zur Herrlichkeit durch schwere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Problematik zeigte sich bereits vor einem Jahr. Die Tage vor dem Festival regnete es in Wildeshausen so stark, dass das Gelände durchweicht war. Die Pagoden und insbesondere die Bodenplatten wurden mit schweren Fahrzeugen angeliefert und installiert. Nachdem die Aufbauten in der Woche danach wieder entfernt waren, zeigten sich im Rasen und auf dem geschotterten Weg tiefe Furchen, die von den Veranstaltern beseitigt werden mussten.

Nun aber hat sich die Situation verändert. Vor wenigen Monaten wurde ein Weg entlang des Hunteufers gepflastert. Wenn dieser durch schwere Maschinen in Mitleidenschaft gezogen wird, lassen sich die Schäden nicht dadurch beseitigen, dass man die Fläche einebnet. „Eine Reparatur wäre zu teuer“, ahnt „Genuss am Fluss“-Organisator Torsten Koschnitzke. 

Aus diesem Grund sind die Veranstalter in Gesprächen mit Firmen, die dafür sorgen können, dass die Zufahrten geschont werden. Gleichzeitig befasste sich aber am Montagabend der Verwaltungsausschuss der Stadt nicht öffentlich mit der Bitte der „Genuss am Fluss“-Macher, eine Art Bürgschaft zu übernehmen oder zumindest eine Rückenstärkung zu leisten, dass bei zu hohen Kosten auch die Stadt finanziell hilft.

Veranstalter hoffen auf feste Zusagen der Stadt

Ein Ergebnis der Gespräche wurde nicht kommuniziert. Dem Vernehmen nach signalisierten die Mitglieder des Ausschusses aber, das Projekt zu unterstützen. Der Plan, mit Mitteln der Wirtschaftsförderung zu helfen, wurde zunächst nicht weiter verfolgt, da es noch immer keine entsprechende Richtlinie gibt. „Wir sehen das Festival aber auf jeden Fall positiv und wollen den Organisatoren gute Rahmenbedingungen bieten“, erklärte Thomas Eilers als Vertreter des Bürgermeisters.

Die Veranstalter hoffen natürlich auf feste Zusagen. Die können aber erst im Rahmen einer Beratung eines Fachausschusses gegeben werden. Die Zeit drängt, da die Akteure für das Festival im kommenden Jahr gebucht werden müssen. „Wir haben schon mit Künstlern gesprochen und sind in Kontakt zu Sponsoren“, so Koschnitzke. Verträge könne man aber natürlich erst unterzeichnen, wenn die Finanzierung geklärt ist.

Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter mit Wincent Weiss einen Glücksgriff getätigt. Der junge Sänger konnte relativ günstig gebucht werden und hatte dann zwei Hits in den Charts. Zudem lockten die Organisatoren mit diesem Konzert viele junge Zuhörer an die Hunte, während die beiden Wochenendtage tendenziell eher etwas für Erwachsene waren. Die Besucher kamen aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern.

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