Gemeinden im Landkreis Oldenburg bitten Besitzer unterschiedlich zur Kasse

Wildeshauser zahlen die höchste Hundesteuer

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Der Wohnort ihres Besitzers entscheidet, wie diese beiden Hunde besteuert werden.

Landkreis - Von Ove Bornholt. Hund ist nicht gleich Hund – zumindest, was das Finanzamt angeht. Im Landkreis Oldenburg erheben die acht Kommunen sehr unterschiedliche Steuern für den angeblich besten Freund des Menschen. So kostet der erste angemeldete Hund in Beckeln nur 24 Euro pro Jahr, in Wildeshausen wird dagegen mit 57 Euro mehr als das Doppelte fällig.

Für den zweiten und dritten Hund verlangt die jeweilige Gemeinde in der Regel höhere Beiträge. Die meisten Halter haben aber nur ein Tier. Die rund 20000 Wildeshauser haben 71200 Euro für alle ihre 1229 angemeldeten Hunde im Jahr 2014 an die Stadt bezahlt.

Auch für besonders gefährliche Vierbeiner muss in der Kreisstadt gezahlt werden. Und zwar 350 Euro pro Jahr. Unter diese Kategorie fallen laut Gebührensatzung „Hunde, bei denen nach ihrer besonderen Veranlagung, Erziehung und/oder Charaktereigenschaft die erhöhte Gefahr einer Verletzung von Personen besteht oder von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen kann“.

Den Wildeshauser Beitrag würde der Besitzer eines als gefährlich eingestuften Hundes in Dünsen wohl mit Kusshand überweisen. Schließlich werden in der rund 1200 Einwohner starken Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Harpstedt 500 Euro pro Jahr für einen solchen Hund fällig.

Damit steht das 826 Jahre alte Dorf einsam an der Spitze im Landkreis. Die meisten Kommunen erheben gar keinen Beitrag für gefährlich eingestufte Hunde.

Mit der Hundesteuer nahm Dünsen im Jahr 2014 knapp 6000 Euro ein. Das liegt auch daran, dass mit 36 Euro pro Tier mit der höchste Wert in der Samtgemeinde verlangt wird. Im Schnitt müssen Hundehalter in dem Gemeindeverband aber nur 31,50 pro Jahr für den ersten Hund entrichten. 1251 Vierbeiner sind insgesamt angemeldet, die im vergangenen Jahr 45500 Euro in die Gemeindekassen gespült haben.

Damit liegt Harpstedt allerdings hinter anderen Kommunen. So fielen 2014 knapp 53000 Euro in Hude an, in Hatten waren es 54500 Euro und in Ganderkesee ganze 109000 Euro. Hier spielt auch die Einwohnerzahl eine große Rolle. Schließlich sind bei den rund 30000 Einwohnern der Gantergemeinde 2430 Hunde angemeldet.

Zum Vergleich: In Dötlingen leben nur rund 6200 Menschen und 721 Hunde. Diese bringen der Gemeindekassen aber immer noch rund 35000 Euro pro Jahr ein.

Hundesteuer nach Gemeinden:

Hude: 41 Euro (jeweils für das erste Tier) / 1220 Hunde

Hatten: 36 Euro / 1472

Dötlingen: 51 Euro / 721

Ganderkesee: 48 Euro / 2430

Wildeshausen: 57 Euro / 1229

Harpstedt: 31,50 Euro (Durchschnitt) / 1251

Wardenburg: keine Angaben

Großenkneten: 50 Euro/1286

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