Über 80 Besucher nahmen an der ersten Veranstaltung der „Perlen des Glaubens“teil

Gelungener Auftakt im Rathaus

Jeder Besucher bekam am Dientagabend eine goldene Perle überreicht – die „Gottesperle“.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Über 80 Menschen wollten am Dienstag im Wildeshauser Rathaus die erste „Perle des Glaubens“, die Gottesperle, entdecken. Mit solch toller Resonanz hatten die Veranstalter, katholische und evanglisch-lutherische Gemeinde, Baptistengemeinde und viele Kooperationspartner, nicht gerechnet. Pastor Matthias Selke zeigte sich begeistert von dem guten Besuch, der unter der Frage stand: „Sitzt Gott im Rathaus?“

„Wir wollen Sie an unterschiedlichen Orten auf den Weg des Glaubens und des Lebens mitnehmen“, begrüßte er die Gäste mit Blick auf Veranstaltungen in den kommenen Monaten in der Discothek, in den Kirchen, der Wildeshauser „Tafel“ oder auf Gut Altona.

„Wir hoffen auf viele Begegnungen und dass wir uns aneinander freuen und sagen: Es ist schön, die Perlen Wildeshausens zu entdecken.“ Selke bezeichnete es als etwas Besonderes, „in diesem alten Rathaus zu Gast sein zu dürfen“, in dem in den vergangenen Jahrhunderten schon so viele Menschen gefeiert und diskutiert hätten.

Als „Hausherrin“ fungierte an dem Abend, in Vertretung des Bürgermeisters Kian Shahidi, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Charlotte von Olearius. Sie stellte fest, dass das Rathaus auf einer Achse zwischen Alexanderkirche und St. Peter-Kirche liegt. Wenn man die Baptistenkirche am Anemonenweg noch mit einbeziehe, dann ließe sich ein Kreis denken. „Das Rathaus wäre in der Mitte.“ So eng alles in dieser Stadt zusammen zu sein scheine, so weit liege es oft aber auch auseinander. „Für viele ist die Kirche zum schmückenden Beiwerk für Familienfeste geworden. Im Rathaus wiederum wird die Politikmüdigkeit der Bürger beklagt. Wo sind die Menschen?“, fragte sie. Die Reihe „Perlen des Glaubens“ warte nicht auf die Bürger, sondern hier komme die Ökumene zu den Menschen – an die Orte, wo sie lebten.

Katja Jöllenbeck fühlte sich in ihrem kurzen schauspielerischen Beitrag gar ein wenig von Gott „verfolgt“. „Früher war alles klar. Da bin ich so einfach durch das Leben gesegelt. Doch dann habe ich ganz kurz nach dir gefragt, und jetzt willst du dich richtig um mich kümmern“, klagte sie Gott fast an. Sie wolle nicht bevormundet werden, wie damals von ihrem Vater. „Ich will die Kontrolle über mein Leben behalten“, forderte sie und musste dann ganz überrascht erkennen, dass Gotteserfahrung ganz anders sein kann: Eine Partnerschaft mit Verständnis.

Im Anschluss an dieses Vorspiel waren die Besucher aufgefordert, eine Farbe für ihre Erfahrung mit Gott auszuwählen. So bunt das Bild nachher war, so bunt sind offenbar die Erlebnisse der Menschen mit Gott, der wohl auch im Rathaus sitzt. Die nächste Veranstaltung der Reihe ist am 31. Oktober in der Alexanderkirche geplant. Dort wird es um 17 Uhr eine musikalische Andacht zur „Tauf-Perle“ geben.

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