Gelungene Premiere des Austauschprojektes „Fit für Europa“ / Gastronomie und Gastfreundschaft kennengelernt

Berufsschüler sammeln Erfahrungen in Polen

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Sechs Schüler der BBS in Wildeshausen absolvierten Praktika in polnischen Gastronomie-Betrieben.

Landkreis/Nowe Miasto Lubawskie - „Echt heftig, diese Gastfreundschaft“ – so brachte Fabio Klotz aus Dötlingen seine Eindrücke auf den Punkt. 16 Tage lang haben er und fünf weitere Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen ein Betriebspraktikum in Restaurants und Großküchen absolviert – und zwar in Nowe Miasto Lubawskie, der Kreisstadt von Oldenburgs polnischen Partnerlandkreises Nowomiejski.

Das Ausstauschprojekt trägt den Titel „Fit für Europa“ und feierte nun eine gelungene Premiere. Das bestätigten nicht nur die Schüler – neben Klotz waren Valentin Reuter aus Aschenstedt, Jasmin Hülsemeyer aus Dünsen, Marta Bialkowska aus Großenkneten, Lukas Behrens aus Ganderkesee und Lena Kuper aus Oldenburg dabei – sondern auch Lehrerin Christa Evers: „Das hat wunderbar funktioniert“, berichtete sie jetzt nach der Rückkehr aus dem Nachbarland. Evers ist Fachlehrerin der Berufsfachschule Gastronomie, hatte das Betriebspraktikum organisiert und wurde von ihrer Kollegin Maria Wübbeler begleitet. Fördergelder gab es aus dem EU-Programm „Erasmus+“.

Die sechs Schüler möchten in der Gastronomie arbeiten, Koch bezeihungsweise Restaurantfachkraft werden. Und sie wussten zu überzeugen: „Die polnischen Betriebe waren beeindruckt von unseren Schülern“, sagt Evers.

An vier Tagen nahmen die Schüler auch am Praxisunterricht in der polnischen Berufsschule teil. Aber nicht nur das Sammeln beruflicher Erfahrungen stand im Mittelpunkt, auch tolle Erlebnisse in der Freizeit kamen nicht zu kurz. Dazu wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt, unter anderem besuchten die Schüler die Marienburg, unternahmen eine Kajak-Tour und beteiligten sich an Workshops in einem Integrationszentrum für Jugendliche. Am Ende bekamen alle Teilnehmer eine Bescheinigung und eine betriebliche Beurteilung für das Praktikum.

Vorbereitet haben sich die Schüler in einem Kurs mit dem Titel „Polen für Einsteiger“. Darin erlangten sie einige sprachliche und kulturelle Grundkenntnisse. Während des Auslandsaufenthalts führten sie ein Berichtsheft, das zur Nachbereitung des Praktikums dient, erklärte Evers. Der fachliche Fortschritt, neue Erkenntnisse im Bereich der Arbeitswelt – wie zum Beispiel landestypische Gerichte und Zubereitungsmethoden – sowie kulturelle und persönliche Eindrücke wurden dabei festgehalten.

Das nächste Wiedersehen ist bereits in Planung, so Evers: Im November werden polnische Schüler ein Betriebspraktikum in Deutschland absolvieren.

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