Land stellt 2,48 Millionen Euro bereit

Geldregen für sechs Einkaufszonen im Kreis Oldenburg

Leben und Handel in der Wildeshauser Innenstadt: Mit dem Förderprogramm soll die Attraktivität erhalten und gesteigert werden.
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Leben und Handel in der Wildeshauser Innenstadt: Mit dem Förderprogramm soll die Attraktivität erhalten und gesteigert werden.

Landkreis – Warmer Geldregen für sechs Kommunen im Landkreis Oldenburg. Im Rahmen des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt“ stellt das Land Niedersachsen der Stadt Wildeshausen, der Samtgemeinde Harpstedt sowie den Gemeinden Ganderkesee, Hatten, Hude und Wardenburg bis zu 2,48 Millionen Euro für die Erneuerung der Innenstädte zur Verfügung. Die Gesamtfördersumme beträgt im Land knapp 117 Millionen Euro.

Es werden 207 Kommunen gefördert, die sich beworben hatten. Es handelt sich um finanzielle Mittel zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Die Städte und Gemeinden können nun innovative und maßgeschneiderte Ansätze für lebenswerte Zentren angehen. Folgende Pläne verfolgen die Kommunen im Landkreis, wobei sie jeweils zehn Prozent der Summe mit Eigenmitteln finanzieren müssen:

Wildeshausen: Die Stadt erhält 345.000 Euro und Bürgermeister Jens Kurschinski, die stellvertretenden Bürgermeister Evelyn Goosmann, Wolfgang Däubler und Wolfgang Sasse sowie Hans Ufferfilge und Michael Müller haben schon viele Ideen für Projektanträge. Ein wesentliches Ziel, so Kuraschinski, sei es, die Leerstände in der Innenstadt zu beseitigen. Müller macht deutlich, dass dazu mit Vermietern und Interessenten gesprochen werden muss. Wichtig sei es, dass die Stadt auch Mietzuschüsse geben könne. Alle Beteiligten sind sich einig, dass es nicht nur ein Stadtmanagement, sondern auch einen Citymanager geben muss. Zusammen mit der Förderung aus dem Programm „Lebendige Zentren“ (sechs Millionen Euro vom Land) bedeute das Sofortprogramm einen „riesigen Schritt nach vorne“, lobte Kuraschinski. Man müsse die Attraktivität der Innenstadt erhalten und steigern. Dabei sei es auch sehr förderlich, dass Personalkosten übernommen würden.

Freuen sich über den Förderbescheid: Hans Ufferfilge, Wolfgang Sasse, Wolfgang Däubler, Jens Kuraschinski, Michael Müller und Evelyn Goosmann (v.l.).

Harpstedt: Die Samtgemeinde erhält 345.000 Euro. Bürgermeister Herwig Wöbse freut sich über die feste Zusage für das Budget. „Wir wollten erst einmal einen Fuß in die Tür bekommen“, berichtet er. Zwar gebe es schon Ideen, diese sollten aber zunächst mit der Politik beraten werden, bevor es eine öffentliche Diskussion gibt.

Ganderkesee: „Wir waren optimistisch, in die Förderung zu kommen. Dass es jetzt mit 755.000 Euro sogar etwas mehr geworden ist, freut mich für die Ortskerne sehr. Das ist ein echter Gewinn“, sagt Erster Gemeinderat Matthias Meyer. In einer Vorlage für die Politik wurden bereits Handlungsfelder umrissen: Maßnahmen gegen Leerstand und „Problemimmobilien“ , projektbezogene Unterstützung von Gewerbevereinen, Ausbau des Innenstadtmarketings, investive Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und touristischen Aufwertung der Innenstadt, Digitalisierung touristischer Angebote in der Innenstadt sowie Fotovoltaikanlagen über öffentlichen Freiräumen, Park- und Verkehrsflächen. Zudem sollen der Fußgänger- und Radverkehr verbessert werden und öffentliche Personennahverkehrsangebote unterbreitet werden.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Oldenburg: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Hatten: Die Gemeinde erhält 345.000 Euro. Nach Angaben von Bürgermeister Christian Pundt soll die Mobilitätslücke zwischen Sandkrug und Kirchhatten durch ein E-Fahrzeug geschlossen werden. Auf der Agenda stehen zudem die Installation von Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden, das Leerstandmanagement in der Gemeinde, das Anlegen von Biotopen, die Stärkung der regionalen Vermarktung sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Wardenburg: Die Gemeinde erhält ebenfalls 345.000 Euro. Zu den geplanten Projekten gehören die Verbesserung der Wahrnehmung des Ortskerns durch digitale Darstellung wie auch der Auf- und Ausbau einer digitalen, auch das Gemeinwesen umfassenden und unternehmensübergreifenden Plattform, um die Leistungsvielfalt und -fähigkei des Ortes darzustellen.

Hude: Die Gemeinde bekommt 345.000 Euro. „Ich freue mich, dass wir in das Programm aufgenommen wurden“, so Bürgermeister Holger Lebedinzew. „Welche Maßnahmen zum Tragen kommen, muss jetzt zügig mit den zu beteiligenden Akteuren besprochen, und durch die Politik beschlossen werden.“

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