Täter flüchten in schwarzem BMW

Geldautomat am Westring in Wildeshausen gesprengt

Bislang Unbekannte haben am Freitag einen Geldautomaten in Wildeshausen gesprengt. Der Pavillon, in dem der Automat stand, wurde schwer beschädigt. Das Gerät ebenfalls.

Wildeshausen – Ein Geldautomat auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters, in dem sich unter anderem ein Baumarkt befindet, ist in der Nacht auf Freitag in Wildeshausen von bislang unbekannten Tätern gesprengt worden. Der Automat der Volksbank befindet sich in einem Pavillon am Westring. Offenbar wird damit die Serie der Geldautomatensprengungen in der Region fortgesetzt.

Die Täter lösten eine Detonation aus, die die Scheiben zerbersten ließ und Teile des Außenmauerwerks zum Einsturz brachte. Das kleine Gebäude wurde bei der Sprengung schwer beschädigt. Offenbar waren die Täter auf der Rückseite in den Raum des Automaten gelangt. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 4:15 Uhr. Aktuell kann noch nicht gesagt werden, ob die Täter erfolgreich waren und Geld erbeutet haben.

Polizei und Feuerwehr vor dem zerstörten Pavillon der Volksbank.

Beim Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen entfernte sich laut Polizei ein schwarzer BMW vom Tatort in Richtung Ahlhorner Straße. Das Fahrzeug setzte seine Fahrt mit sehr hoher Geschwindigkeit über die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg und anschließend über die Autobahn 28 in Richtung Oldenburg fort. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in Wildeshausen sowie auf dem Fluchtweg gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Delmenhorst unter der Telefonnummer 04221/15590 in Verbindung zu setzen.

Die Täter haben sich offenbar über die Rückseite Zugang zum Pavillon verschafft.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang alle Bürger davor, sich derartigen Tatorten zu nähern. Es besteht die Gefahr, dass sich noch gefährliche Stoffe befinden könnten, die nicht gänzlich detoniert sind, so dass eine mögliche Gefahr nicht ausgeschlossen werden könne. Aus diesem Grunde war auch die Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen alarmiert worden, die den Bereich untersuchte.

Weitere Geldautomat-Sprengungen liegen erst kurze Zeit zurück

Erst vor drei Wochen – in der Nacht zum 16. Oktober– hatten Unbekannte in der Nacht gegen 4:10 Uhr einen Geldautomaten im Vorraum einer Volksbankfiliale an der Astruper Straße in Sandkrug beschädigt. Die Täter konnten flüchten; ob und wie viel Geld sie erbeuten konnten, wurde nicht bekannt gegeben. In diesem Fall gab es nur einen geringen Gebäudeschaden.

Der Geldautomat-Pavillon am Wildeshausener Westring wurde bei der Sprengung schwer beschädigt.

Zudem teilte die Polizei damals wenige Stunden später mit, dass es eine weitere Tat in einer Bankfiliale an der Bahnhofstraße in Sandkrug gegeben hatte. Auch dort wurde versucht, einen Geldautomaten zu öffnen. Mögliche Tatzusammenhänge würden geprüft, hieß es von der Polizei.

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Laut Bericht der Deutschen Presseagentur haben die Banken in Deutschland in den vergangenen Jahren schon einiges getan, um ihre Automaten sicherer zu machen. Das reiche nach Angaben der deutschen Kreditwirtschaft von der Schließung besonders gefährdeter Automaten in der Nacht über die Aufschaltung von Einbruchsmeldungen bis zum Einsatz von Anti-Gas- und Vernebelungssystemen.

Geldautomaten-Sprenger stammen oft aus den Niederlanden

Allein: Die Zahlen steigen. Laut BKA wurden im vergangenen Jahr 414 Fälle registriert, 18,6 Prozent mehr als noch 2019 – ein Höchstwert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2005. Viele der ermittelten Täter stammen laut Europol-Angaben aus den Niederlanden. Die Gefahr bestehe demnach nicht nur für Norddeutschland, sondern für ganz Westeuropa.

Rubriklistenbild: © fra

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