Geld für neue Flüchtlinge gesammelt

Hunteschüler spenden 727,81 Euro

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Thomas Trüper (l.) und Monika Zahl übergaben das Geld an Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Wildeshausen - Bis zum 31. März erwartet die Stadt Wildeshausen 136 neue Flüchtlinge, die nach Möglichkeit dezentral untergebracht werden sollen. Bereits jetzt hat die Stadt rund 30 Wohnungen angemietet, um die Menschen unterzubringen. „Wir haben die bis Ende Januar geltende Quote übererfüllt“, sagte Bürgermeister Jens Kuraschinski. „Doch angesichts der neuen Zahlen ist davon auszugehen, dass wir bald die Sporthalle der Hunteschule belegen müssen.“

In dem Gebäude könnten bis zu 50 Personen untergebracht werden. Schon in den Herbstferien wurde die Halle gesperrt, um die Sanitäranlagen zu modernisieren und zu klären, wie dort Trennwände eingezogen werden können. Vor wenigen Wochen hat der Landkreis Oldenburg die Halle aber erst einmal für den Schulsport wieder freigegeben, da noch nicht absehbar ist, wann genau die Räume benötigt werden.

Die Schüler der Hunteschule haben diese Entwicklung sehr genau verfolgt. In der letzten Novemberwoche stellten die 60 Mädchen und Jungen der fünften bis neunten Klassen im Rahmen einer Projektwoche adventliche Leckereien her und bastelten nützliche Utensilien. Diese verkaufte die sechste Klasse mit ihrer Lehrerin Marion Hohnholt an drei Donnerstagen jeweils zwei Stunden lang auf dem Wochenmarkt in Wildeshausen. Am Mittwoch konnten nun die Leiter der Schule, Thomas Trüper und Martina Zahl, die stattliche Summe von 727,81 Euro an Bürgermeister Jens Kuraschinski übergeben. „Ein schöner Batzen Geld, der für die Flüchtlinge in unserer Sporthalle verwendet werden soll“, freute sich Trüper. Aus dem Kontakt zur Förderschule in Ganderkesee, deren Sporthalle bereits als Unterkunft genutzt werde, wisse man, dass gut für die Ankömmlinge gesorgt sei. „Aber alles, was darüber hinausgeht, fehlt“, sagte Trüper. Er denkt dabei an Spielsachen und sonstige Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. „Unserer Schüler werden sehr genau beobachten, wie das Geld eingesetzt wird“, kündigte Zahl an. Kuraschinski sicherte zu, dass die Summe sinnvoll eingesetzt wird. Er hofft jedoch, dass die Halle noch nicht so schnell benötigt wird. Das Gegenteil ist bislang der Fall: Von den Menschen, die im Rahmen der Amtshilfe in den Sporthallen am Gymnasium und an den BBS untergebracht wurden, konnten schon mehrere in die Quote eingerechnet und in von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht werden.

dr

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