Landkreis soll Finanzmittel zur Verfügung stellen

Geld gegen den Eichenprozessionsspinner

Die Larve eines Der Eichenprozessionsspinners.
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Der Eichenprozessionsspinner breitet sich im Landkreis stetig aus. Symbolfoto: dpa

Landkreis – Der Landkreis soll künftig Geld für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) zur Verfügung stellen. Dafür hat sich der Kreisausschuss für Umwelt und Abfallwirtschaft während seiner jüngsten Sitzung in Wildeshausen ausgesprochen. Doch statt der im Vorfeld von der Linken-Fraktion beantragten, freiwilligen Leistung von 20 000 Euro jährlich sprach sich der Ausschuss dafür aus, 50 000 Euro im Haushalt bereitzustellen.

Die SPD-Fraktion hatte ihrerseits eine erneute Behandlung des Themas in dem Gremium beantragt. Die Larven des Falters – der sich auch im Landkreis Oldenburg immer weiter ausbreitet – verfügen über sogenannte Brennhaare, die bei Einatmen oder Berührungen mit der Haut zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen können. Das Entfernen von Vorkommen ist entsprechend technisch aufwendig, für Laien gefährlich und sollte daher nur von einem Fachbetrieb vorgenommen werden (wir berichteten).

Allerdings soll der Zuschuss für eine Bekämpfung – die bei einem größeren Befall auch schon einmal 1000 Euro kosten kann – nur für Behandlungen gewährt werden, die auf den Einsatz von Chemikalien verzichten, berichtete die Leiterin des Amts für Naturschutz und Landschaftspflege, Annika Mutke, gegenüber unserer Zeitung von der Sitzung. Weiterhin sei angeregt worden, eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen, so Mutke weiter. Dies, so die Vorstellungen, könnte etwa über eine zentrale Rufnummer erfolgen. Bislang ist die Bekämpfung des potenziell gesundheitsgefährdenden Insekts im Rahmen der allgemeinen Gefahrenabwehr bei den jeweiligen Gemeinden angesiedelt.

In diesem Zusammenhang hätten Besitzer von Privatgrundstücken allerdings auch bisher schon nicht mit Kosten für eine Bekämpfung zu rechnen: „Private Eigentümer betroffener Grundstücke können, nach Urteilsspruch mehrerer Verwaltungsgerichte, von den Gemeinden nicht als ,Zustandsstörer‘ in Regress für die Entfernungskosten genommen werden, da der Befall der Eichen mit Eichenprozessionsspinnern keine von dem Grundstück ausgehende unmittelbare Gefahr darstellt“, hatte die Verwaltung in der Sitzungsvorlage dargelegt. Nach ihrem Kenntnisstand seien zudem bisher keinen Bürgern im Landkreis Oldenburg „gezwungenermaßen“ die Kosten für die EPS-Entfernung auferlegt worden, so die Entfernung im Rahmen der Allgemeinen Gefahrenabwehr durch die Gemeinde beauftragt worden war. „Beseitigungen von EPS auf Privatgrundstücken, von denen eine Gefahr ausgeht, sind somit bereits durch öffentliche Gelder im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr abgesichert“, führte die Verwaltung weiter aus. Der Landkreis hat unter anderem auf seiner Internetseite bereits Informationsmaterial unter anderem für die EPS-Erkennung, Info-Flyer und eine Liste mit Ansprechpartnern in den Gemeinden bereitgestellt.

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