Spascher Sand Resort: Dort, wo früher Soldaten aufmarschierten, entsteht nun ein großzügiger Park

„Geist des Gutes“ verdrängt Kaserne

Umgepflanzte Bäume verdecken schon jetzt die Kasernengebäude.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Wir wollen den Geist des Gutes zum Kasernengelände hinüberziehen.“ So lautet die Aufgabe für Architekt Thomas Damke in diesen Tagen auf dem Gelände des Spascher Sand Resorts. Wer dort vor einem Jahr war und sich nun erneut umsieht, wird nicht nur über die Umwandlung des Areals staunen. Er wird auch sagen: Aufgabe bereits jetzt gut gelöst.

Dabei hatten die Brüder Stephan Damke (Architekt) und Thomas Damke (Landschaftsarchitekt) noch gar nicht so viel Zeit, ihr ehrgeiziges Projekt im Auftrag von Investor Wolfgang Rixen mit voller Kraft in Angriff zu nehmen. Erst seit wenigen Wochen ist der Bebauungsplan genehmigt, so dass die Grundstücke zugeschnitten werden können.

Viele Vorarbeiten sind aber schon weit gediehen. Die ehemalige Wittekind-Kaserne wurde zur Hälfte komplett zurückgebaut. Der Exerzierplatz ist ebenso Geschichte, wie Parkplätze, acht Hallen und ein Unterkunftsgebäude. Stattdessen sieht der Betrachter geschickt modellierte Landschaft, die an einigen Stellen so wirkt, als sei sie über Jahre gewachsen. Das liegt unter anderem daran, dass Damke 200 Großgehölze mit einer Höhe von vier bis sieben Metern von anderen Flächen in den Park umgesetzt hat. Diese schirmen die verbliebenen Gebäude ab.

„Man sieht gar nicht mehr viel von der restlichen Kaserne“, ist Thomas Damke begeistert. Denn die Hausbesitzer, die schon bald hier leben werden, sollen das Gefühl haben, dass sie in einem Park wohnen und nicht in einem Baugebiet. Deshalb wurden in den vergangenen Monaten 100 000 Kubikmeter Boden für Rückbau, Teichmulden und Erdmodellierungen bewegt. Zudem säte der Landschaftsarchitekt 15 000 Quadratmeter Rasenfläche an. „Da müssen wir zum Teil schon mähen“, freut sich Damke, der aktuell mit der weiteren Teichgestaltung beschäftigt ist. Das Wasser wird später durch eine Folie gehalten, denn es handelt sich selbstverständlich um eine künstlich angelegte Fläche.

„Deshalb sage ich auch lieber ‚Wohnen im Park‘ und nicht ‚Wohnen am Teich‘“, so Damke. Schon bald ist der fließende Übergang in den bestehenden Wald mit 100-jährigen Eichen und Buchen fertig, sogar einige Heideflächen mit Moorschnucken gehören zum Gelände.

Wann das erste Haus steht, ist noch nicht klar. Der Bauantrag für das Musterhaus läuft, Bauzeichnungen mit Ausstattungslisten sind in Arbeit. Das gesamte zu bebauende Gelände ist 25 Hektar groß, es wird 18 000 Quadratmeter Wasserfläche geben. Dass in Spasche ein bundesweites Vorzeigeprojekt entsteht, ist schon jetzt klar. „Deshalb wollen wir uns auch nicht unter Druck setzen lassen“, so Damke. Die Vermarktung laufe an und müsse im Spätsommer die volle Kraft entfalten. Dann wird das Gelände schon wie ein kleines Paradies aussehen, das Hausbauer magisch anzieht.

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