Freundeskreis ermöglicht Henrike Gardewin Fremdausbildung in der Partnerstadt

Auf geht‘s nach Hertford

Wildeshauser an der Wand und die Flagge von Hertford in der Hand: Jens Kuraschinski, Henrike Gardewin, Marcus Hemmjeoltmanns und Majken Hjortskov (von links). - Foto: Dejo

WILDESHAUSEN - Von Joachim Decker. Sie stammt aus Cloppenburg und absolviert derzeit ein duales Studium beim Landkreis Oldenburg – ist Kreisinspektor-Anwärterin. Noch in diesem Jahr beginnt die 20-jährige Henrike Gardewin jedoch ihre zweimonatige Fremdausbildung im Town Council of Hertford (Stadtverwaltung) in Wildeshausens Partnerstadt.

„Diese Fremdausbildung ist im Rahmen des Studiums vorgeschrieben. Allerdings muss sie nicht im Ausland sein“, erklärten Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski und Gardewin im Stadthaus. Mit dabei war Marcus Hemmjeoltmanns, Vorsitzender des Vereins „Freunde von Hertford“, der mit Majken Hjortskov von der Wildeshauser Verwaltung den Kontakt zu David Kirby, Vorsitzender des Freundeskreises in der englischen Stadt, hergestellt hatte.

„Ich habe dann dort angerufen. Kirby fand diese Idee sehr gut und hat alles schnell angeschoben, sodass ich Anfang Dezember nach England fliegen kann“, so Gardewin. Nur eine Gastfamilie müsse noch gefunden werden: „Aber auch das will Kirby übernehmen. Ich bin guter Dinge, dass es auch klappt.“

Aber warum gerade England, hätte es nicht auch die Verwaltung der Kreisstadt für die Fremdausbildung sein können? „Sicherlich, aber ich reise sehr gerne. Und eine solche Ausbildung im Ausland zu machen, ist sicherlich sehr interessant“, sagt Gardewin. Ihr Studium dauere drei Jahre und schließe mit dem Bachelor ab: „Zwei Jahre davon besuche ich in Etappen die Hochschule in Hannover und ein Jahr ist der praktischen Ausbildung im Kreishaus gewidmet.“

„Es macht in der Tat Sinn, einmal für eine gewisse Zeit in eine andere Verwaltung hineinzuschnuppern, um auch einmal andere Abläufe kennenzulernen“, so der Bürgermeister. Besonders spannend dürfte es in England werden: „Dort ist die Verwaltung schließlich völlig anders aufgebaut, und die Abläufe unterscheiden sich von den unseren. Daher kann ich einen solchen Schritt nur begrüßen.“

Hemmjeoltmanns machte deutlich, dass es ihn freue, dass diese Fremdausbildung zustande gekommen ist: „Die Partnerschaft mit Hertford lebt ja schon seit vielen Jahren. Allerdings ist das jetzt neben den Verbindungen von Vereinen und Familien ein völlig neues Standbein.“ Er hoffe, dass es Schule mache und es zu weiteren solchen Verbindungen komme.

In die gleiche Kerbe schlug Kuraschinski: „Es freut mich wahnsinnig, dass es so läuft. Diese Art der Partnerschaft hatten wir bislang noch nicht. Vielleicht kommt es in den kommenden Jahren ja zu weiteren Anfragen dieser Art.“ Das sei ein wichtiger Beitrag dazu, dass die Partnerschaft mit der englischen Stadt wirklich mit Leben erfüllt ist.

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