Landkreis ergreift Vorsichtsmaßnahmen / Regelung gilt für alle Bestände

Geflügelpest: Aufstallungsgebot gilt ab Samstag

Ab in den Stall: Geflügelbestände im Landkreis Oldenburg sollen nicht in Kontakt mit Wildvögeln kommen.
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Ab in den Stall: Geflügelbestände im Landkreis Oldenburg sollen nicht in Kontakt mit Wildvögeln kommen.

Landkreis – Sämtliche Geflügelbestände im Landkreis Oldenburg müssen ab Samstag zwingend im Stall oder zumindest so gehalten werden, dass sie nicht in Kontakt mit Wildvögeln kommen können. Eine entsprechende Verordnung hat der Kreis mit Blick auf die Geflügelpest am Freitag erlassen.

„Wir haben derzeit ein hohes Risiko, dass die Geflügelpest ausbrechen kann. Die Bedrohung ist leider sehr ernst“, wird Dr. Dirk Claussen, Veterinäramt des Landkreises, in einer Pressemitteilung zitiert. Als zuständiger Abteilungsleiter für Tierseuchen verweist er auf die zwingende Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen.

Bislang wurde in Niedersachsen bei drei Wildvögeln (zwei Enten im Landkreis Cuxhaven und eine Nonnengans im Landkreis Wesermarsch) durch das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor der Geflügelpesterreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen. Es bestehen derzeit keine Hinweise, dass dieser Subtyp des Geflügelpest-Virus auf den Menschen übertragen wird.

„Beispielsweise in Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern ist es sogar schon zu Ausbrüchen beim Hausgeflügel gekommen, und in den Niederlanden mussten leider bereits hunderttausende Stück Hausgeflügel getötet werden, weil dort in den Beständen der Ausbruch der hochpathogenen Variante H5 festgestellt wurde. Das wollen wir hier unbedingt vermeiden“, so der Amtsleiter des Veterinäramtes, Dr. Carsten Görner.

Die Regelung wurde in Absprache mit den anderen geflügelintensiven Landkreisen, den Küstenlandkreisen und dem Landes-Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz getroffen. Zum Schutz des Hausgeflügels werden folgende Landkreise und kreisfreie Städte ebenfalls die Aufstallung für alle Betriebe, auch Hobbyhaltungen, anordnen: Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Stadt Delmenhorst, Stadt Emden, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Stadt Oldenburg, Stadt und Landkreis Osnabrück, Osterholz-Scharmbeck, Stade, Vechta, Wesermarsch, Stadt Wilhelmshaven und Wittmund.

Auch wenn der aktuelle Geflügelpesterreger des Typs H5N8 oder H5N5 bisher nicht für den Menschen gefährlich ist, sollen tote oder lebende Tiere nicht von den Bürgern eingesammelt werden, warnt der Landkreis. Wichtig sei zudem, sich noch lebenden Tieren nicht zu nähern, denn dies bedeute sehr viel Stress für die Vögel. Wildtiere sollten in der Natur in Ruhe gelassen werden. Des Weiteren sollten Hunde und Katzen ferngehalten werden. Grundsätzlich würden Singvögel nur sehr selten an der Vogelgrippe sterben.

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