Flaugers Vorwürfe abgewiesen

Geflügelverarbeiter „Geestland“ lädt Ratsfraktionen zum Informationsgespräch ein

Die Wildeshauser Besucher beim Infogespräch mit Vertretern der Firma „Geestland“. Es fehlt auf dem Foto die Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger. - Foto: „Geestland“
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Die Wildeshauser Besucher beim Infogespräch mit Vertretern der Firma „Geestland“. Es fehlt auf dem Foto die Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger.

Wildeshausen - Der Resolutionsantrag der Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger für faire Bezahlung und Arbeitszeiten, gesunde Bedingungen sowie generell für eine Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben beim Wildeshauser Putenschlachter „Geestland“ hat hohe Wellen geschlagen. Gleich nach Bekanntwerden des Antrags lud das Unternehmen die Wildeshauser Ratsmitglieder ein, um über die Verhältnisse zu informieren.

Einige Kommunalpolitiker waren am Mittwochabend bei dem geflügelverarbeitenden Betrieb zu Besuch. „Die Vertreter von .Geestland‘ fühlten sich offenbar stark zu Unrecht angegriffen“, so Flauger auf Nachfrage unserer Zeitung.

Das Unternehmen verwahrte sich gegen die Vorwürfe der Ausbeutung. Flauger hatte kritisiert, dass bei „Geestland“ Dumpinglöhne gezahlt würden, dass es Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz gebe und damit gedroht werde, bei Krankschreibungen den Arbeitsplatz zu verlieren. Nach dem Bericht in unserer Zeitung haben sich ihren Angaben zufolge weitere Menschen gemeldet, die ihre Vorwürfe bekräftigten.

Norbert Deeken, Geschäftsführer von „Geestland“, hingegen betonte, dass sein Unternehmen ausschließlich mit deutschen Werkvertrags- und Leiharbeitsfirmen zusammenarbeitet. „Dabei kooperieren wir seit mehreren Jahren mit den gleichen Firmen“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. „Dies bedeutet unter anderem, dass die Arbeitnehmer, Werkvertragsbeschäftigte und Leiharbeiter, vollständig zu deutschen Bedingungen angestellt sind“, so Deeken. „Das heißt, dass der Lohn mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn entspricht, oft nach kurzer Einarbeitungszeit auch darüber liegt.“ Deeken verweist darauf, dass für alle Beschäftigten deutsches Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht gilt. 

„Über einzelne Vereinbarungen mit unseren Betriebsräten hinaus lässt die Paul-Wesjohann-Gruppe (PHW) die Lohnabrechnungen und Auszahlungsbescheide der Werkvertragsunternehmen regelmäßig durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stichprobenartig checken“, bekräftigte Deeken. Zudem verpflichteten sich die Werkvertragsunternehmen seit Jahren, dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter ordnungsgemäß untergebracht werden. „Die PHW-Gruppe prüft die Unterkünfte unangekündigt durch unabhängige Dritte. Der letzte Besuch bei Geestland war am 6. April.“ 

dr

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