50. 000 Euro für Integrationshilfen

Geestland sagt Unterstützung für Wildeshausen zu 

Norbert Deeken sagt Geld für Integration zu.

Wildeshausen - Die Firma Geestland Putenspezialitäten in Wildeshausen hat der Stadt einen Betrag in Höhe von 50 000 Euro zugesichert, um Integrationsprojekte zu unterstützen. Das teilte die Stadt nun offiziell mit, nachdem der Geestland-Geschäftsführer Norbert Deeken bereits vor einem Monat in einem Interview mit unserer Zeitung die gleiche Summe genannt hatte. Er hatte damals betont: „Wir von Geestland bekennen uns ganz klar zu unserer sozialen Verantwortung. Wir wollen einen Beitrag leisten zur Integration unserer bulgarischen Mitarbeiter, weil wir sie brauchen.“

Die Zuwanderung von Menschen aus Osteuropa - insbesondere aus Bulgarien - nach Wildeshausen hat nach Angaben von Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Demnach stammten im Jahr 2010 von 19 000 Einwohnern gut 250 aus Bulgarien. Heute sind von 20 000 Einwohnern rund 1 400 bulgarische Staatsangehörige. Viele der Arbeiter haben ihre Familien zwischenzeitlich nachgeholt. „Oftmals führt die Sprachbarriere jedoch zu Problemen im Bereich Integration, bei Behördengängen und besonders in Kindergärten und Schulen“, so Ufferfilge, der darauf verweist, dass ein Großteil der Osteuropäer in der Fleischindustrie beschäftigt ist - so auch bei der Firma Geestland. „Aber auch andere mittelständische Firmen in Wildeshausen haben aufgrund des Arbeitskräftemangels zahlreiche Migranten beschäftigt“, betont Ufferfilge.

Durch einen Großteil der jetzt zugesagten 50 000 Euro soll nun im Allgemeinen die Integrationslast der Stadt gemindert sowie im Besonderen die Unterstützung im Bereich Sprache untermauert werden.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt Wildeshausen nach eigenen Angaben zahlreiche Stellen geschaffen und Angebote eingerichtet. In der Holbeinschule kann nun eine pädagogische Begleitung der bulgarischen Kinder während des Unterrichts finanziert werden, um in problematischen Situationen zeitnah Klärungsgespräche mit den Schülern oder deren Eltern führen zu können und um als Streit- und Konfliktschlichter zu fungieren.

„Für die Wallschule ist eine Hausaufgabenbetreuung für bulgarische Kinder mit der Vermittlung von Basiskompetenzen geplant“, so Ufferfilge. Beide Angebote sollten durch die Schulsozialarbeiterinnen und die Übersetzer an den Grundschulen begleitet werden, beispielsweise für Elterngespräche, Übersetzungen und für spezifische Integrationsangebote.

„Neben den städtischen Maßnahmen führen wir auch unternehmensinterne Aktivitäten durch. Wir bieten Deutschkurse an, und ab Februar machen wir dies auch in Kooperation mit der Volkshochschule“, ergänzt Deeken.  dr

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