CDW-Ratsmitglieder informieren sich über Bauprojekt

„Geest Höfe“ könnten 2022 fertiggestellt sein

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Der Geschäftsführer von VR Immobilien, Olaf Klawonn (rechts), erläuterte den CDW-Mitgliedern Bernhard Block, Frank Stöver, Gudrun Brockmeyer und Jens-Peter Hennken (von links) die Pläne für die „Geest Höfe“.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Bei einem Informationsbesuch der CDW-Fraktion hat Olaf Klawonn, Geschäftsführer von VR Immobilien, am Montagabend detailliert über die „Geest Höfe“ am Lehmkuhlenweg in Wildeshausen Auskunft gegeben. Dabei kritisierte er die Stadt Wildeshausen sowie den Landkreis Oldenburg für den Verlauf des Genehmigungsverfahrens und die Vorbereitung der Baufläche.

Wie berichtet, investiert der Pflegedienst „Bellersen & Lohmann“ knapp sechs Millionen Euro, um auf einem Teil des 1,7 Hektar großen Gebiets eine Tagespflege, Büros und Alten-Wohngemeinschaften zu bauen. Auch die VR Immobilien bringt Millionenbeträge auf, um elf Reihen- und drei Mehrfamilienhäuser zu errichten. Allein 3,4 Millionen Euro sollen in die Reihenhäuser fließen, mit deren Bau im September begonnen werden soll. Insgesamt hofft Klawonn, dass sämtliche Arbeiten im Jahr 2022 beendet sind, räumt aber ein, dass es sich dabei um eine optimistische Schätzung handelt.

Umsetzung hatte sich verzögert

Dabei hat sich die Umsetzung des ganzen Projekts bis jetzt durchaus hingezogen. Im Januar 2016 hatte die Stadt ein Interessenbekundungsverfahren für das Grundstück gestartet, erst mehr als zwei Jahre später begannen die Tiefbauarbeiten. Im Rahmen des Gesprächs mit den CDW-Politikern Bernhard Block, Frank Stöver, Gudrun Brockmeyer und Jens-Peter Hennken sagte Klawonn, der Landkreis habe immer wieder neue Expertisen eingefordert. „Ihr habt ein Fledermausgutachten? Toll, jetzt brauchen wir noch ein Totholzkäfergutachten“, schilderte er die Kommunikation mit der Behörde. Auch dass der Wald auf der Fläche noch abgeholzt werden musste, stieß dem Geschäftsführer sauer auf. Er hätte sich gewünscht, dass die Stadt ein baureifes Grundstück übergibt. „Wir mussten sogar zähneknirschend einige Bäume stehen lassen“, bemerkte Klawonn.

Nun blickt man bei VR Immobilien aber in die Zukunft und hofft auf viele Interessenten für die Reihenhäuser und die Wohnungen. Letztere sind offenbar recht begehrt, wie Klawonn verriet. Was Erstere angeht, räumte der Geschäftsführer ein, dass Kaufpreise zwischen 289 000 und 315 000 Euro für die rund 135 Quadratmeter großen Häuser „schon viel Geld“ sind.

„Dafür handelt es sich um die beste Lage, die wir jemals anbieten können“, betonte Hennken hingegen den Wert der Gebäude. Diese seien durchaus attraktiv für den Erstbezug, meinte der CDW-Ratsherr. Auch die Mischung mit Alten-Wohngemeinschaften und Mehrfamilienhäusern, die zu einem Teil Sozialwohnungen beinhalten, kam bei Hennken gut an. „Es handelt sich nicht um ein Getto oder ein Quartier nur für alte Leute – da ist Leben drin.“

Und auch eine Menge Geld für Betriebe aus der Kreisstadt. Auf Nachfrage der CDW erläuterte Klawonn, dass „ein Großteil des wirtschaftlichen Volumens in Wildeshausen bleibt“. Sehr zur Zufriedenheit der christlichen Demokraten.

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