Klassikkonzert für neue Orgel mit Mozart, Bach, Tschaikowsky und Turina / Beate Weis als Solistin

Geburtstagsständchen vom Kammerorchester

Das Oldenburger Kammerorchester und die Soloviolinistin Beate Weis gaben ein Benefizkonzert zugunsten einer neuen Orgel in der Wildeshauser Alexanderkirche. - Foto: Nosthoff

Wildeshausen - Berührende und mitreißende Streicherklänge schwebten am Freitagabend durch die Wildeshauser Alexanderkirche. Rund 150 Klassikfans lauschten dem Benefizkonzert des Oldenburger Kammerorchesters zugunsten einer neuen Orgel. Besonders begeisterte dabei die Soloviolinistin Beate Weis. Eine Überraschung erlebten sowohl das Publikum als auch Pastor Markus Löwe, als Weis vor dem letzten Stück vor der Pause plötzlich ankündigte, dass die Musiker das folgende Stück von Peter Tschaikowsky als Ständchen für Löwe spielen würden. Denn der habe, „wie wir vorhin erst erfahren haben“, erzählte Weis, „an diesem Tag Geburtstag“.

Einen fulminanten Konzerteinstieg hatte das Kammerorchester bereits mit dem ersten Stück gefunden. Wolfgang Amadeus Mozarts „Salzburger Sinfonie Nr. 1 D-Dur“ erklang in Allegro, Andante und Presto. Bei Johann Sebastian Bachs „Violinkonzert Nr. 2 E-Dur“ stieß dann Solistin Weis zum Orchester hinzu, das Marc Froncoux leitet. Der Dirigent und Solocellist bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist gebürtiger Belgier. Weis ist ebenfalls seit 1992 Mitglied in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, wo sie neben der Arbeit im Orchester auch als Dozentin in der Musikvermittlung tätig ist.

Mit Tschaikowskys „Mélodie opus 42,3“ aus „Souvenir d’un lieu cher“ hatten sich die Musiker ein wahres Gänsehaut-Stück ausgesucht, das Solistin und Orchester so berührend zu spielen verstanden, dass sie ihr Publikum damit schließlich noch ganz „klangtrunken“ und in die Musik versunken in die Pause entließen.

Zum Einstieg in die zweite Konzerthälfte folgte dann „La oración del torero“ von Joaquín Turina. Den Komponisten hatte der Kontrast zwischen den spanischen Tanzrhythmen anlässlich eines Stierkampfs und dem besorgten, nach innen gerichteten Gebet eines Toreros seinerzeit zu dem wechselvollen Stück inspiriert.

Das „Violinkonzert g-Moll“ von Johann Sebastian Bach schloss sich diesem spanischen Höhepunkt voller Feuer und Leidenschaft an. Die Mozartsche „Salzburger Sinfonie Nr. 3 F-Dur“ vollendete dann schließlich den musikalischen Kreis des Benefizkonzerts.

Die nächsten Konzerte für das Kammerorchester stehen am 12. und 13. November auf dem Programm. Dann werden unter anderem Werke von Arvo Pärt zu hören sein. Das 1994 gegründete Ensemble besteht aus ambitionierten Laien, die ihrem Hobby frönen und den Menschen in Oldenburg und umzu Freude bereiten möchten. Dazu erarbeiten die knapp 20 Streicher unter professioneller Anleitung eine möglichst große Bandbreite der musikalischen Literatur. - an

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