Gebäude müsste für 380000 Euro saniert werden/Stiftung als Besitzer?

UWG: Blasorchester in Haus an der Kleinen Straße

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Das Dachgeschoss des Hauses an der Kleinen Straße.

Wildeshausen - Für das Haus Kleine Straße 14, das früher einen Kindergarten und das Jugendzentrum beherbergte und der Stadt Wildeshausen gehört, gibt es immer wieder neue Nutzungskonzepte. Nach einer Sanierung würde dort gerne die Volkshochschule Unterricht anbieten. Nun regt die UWG jedoch an, das Dachgeschoss auszubauen und damit einen neuen Probenraum für das Blasorchester zu schaffen.

„Dem Verein gehören derzeit über 40 aktive Musiker an, davon ein Großteil Jugendliche und junge Erwachsene, die durch Ausbilder im Verein unterrichtet werden“, schreibt UWG-Ratsherr Thomas Johannes in dem Antrag. Der jetzige Übungsraum im Ida-Nieberding-Haus (Volkshochschule) sei jedoch deutlich zu klein, um den Anforderungen des Orchesters zu genügen und eine ordnungsgemäße Ausbildung zu gewährleisten. Bei Orchesterproben herrsche in dem Raum drangvolle Enge, in der die einzelnen Musiker ihr Instrument nicht mehr vernünftig spielen könnten. „Eine nachhaltige Verbesserung der Übungssituation des Orchesters dürfte in den derzeit genutzten Räumen nicht möglich sein“, so Johannes. „Der Verein benötigt einen deutlich größeren Raum, der nach Möglichkeit eine Deckenhöhe von vier Metern haben sollte.“

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Wildeshausen hatte bereits am 21. November 2013 beschlossen, das Grundstück an der Kleinen Straße im Eigentum der Stadt Wildeshausen zu belassen.

Ein Verkauf sollte nur dann erwogen werden, wenn sich ein Investor bereit erklärt, unter Beibehaltung der historischen Bausubstanz der Straßenzeile eine Sanierung des Gebäudes durchzuführen.

Derzeit sind die unteren Räume des Gebäudes an die Tierschutzgruppe Wildeshausen vergeben. Die untere Etage wird als Lagerraum für Sachspenden, die bei Flohmärkten verkauft werden, genutzt.

Eine Kostenschätzung aus dem November 2012 hat nach Angaben der Stadt ergeben, dass eine Sanierung etwa 279000 Euro (ohne Baunebenkosten) kosten würde. Nach aktuellen Schätzungen dürfte sich die Sanierung auf etwa 380000 Euro belaufen. Denkbar wäre es, dass die Nieberding-Stiftung das Gebäude kauft. Als Mieter müsste jedoch die Stadt auftreten, damit der Stiftung die Einnahmen garantiert werden können.

Für die Übergangszeit, bis das Gebäude saniert ist, soll laut Antrag der UWG dem Blasorchester der Nebenraum im Ida-Nieberding-Haus zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

Dieser Nebenraum wird jedoch derzeit von sechs Jugend- und Schulbands des Jugendzentrums als Proberaum zur Verfügung gestellt. Die Bands nutzen den Raum die gesamte Woche über und haben teilweise ihre Instrumente dort gelagert. Eine Nutzung durch das Blasorchester wäre damit kaum möglich.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt wird sich im Rahmen seiner öffentlichen Sitzung am 28. April mit der Frage befassen, ob die Stadtverwaltung ein Sanierungs-/Nutzungskonzept für das Gebäude an der Kleinen Straße vorbereiten soll.

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