Von Gartenmöbeln bis hin zum Weinregal

„proWerkstätten Himmelsthür“:  Standort am Westring

Jürgen Ertelt (links) und Günter Rensen freuen sich auf den Arbeitsbeginn am neuen Standort. Hier präsentieren sie schon einmal einige Gartenmöbel aus Euro-Paletten.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Schon bald haben die „proWerkstätten Himmelsthür“ in der Kreisstadt ein weiteres Standbein: Auf Hochtouren laufen derzeit die umfangreichen Umbauarbeiten im ehemaligen Autohaus der Eheleute Pröhl am Westring – genau gegenüber der dortigen „proWerkstätten“.

„Der Schritt, uns breiter aufzustellen, war dringend notwendig, um unsere Angebotspalette noch erweitern zu können“, betont Werkstattleiterin Eileen Bumann, der die abwechslungsreiche Beschäftigung von Menschen mit Assistenzbedarf unterschiedlicher Schwere sehr am Herzen liegt.

Untergebracht werden in den neuen Räumen auf insgesamt 300 Quadratmetern eine Holz- sowie eine Metallwerkstatt. Außerdem ein Ausstellungsraum mit Verkaufsfläche sowie Sanitärräume, Aufenthaltsraum und Büro. Der neue Standort bietet insgesamt 16 Menschen mit Assistenzbedarf einen Arbeitsplatz. „Unser Ziel ist es allerdings, dass wir auch externe Mitarbeiter einstellen. Diese können sich bei uns bewerben. Auch die Beschäftigung von Rollstuhlfahrern stellt kein Problem dar“, sind sich Bumann, Metallbaumeister Jürgen Ertelt sowie Bau- und Möbeltischler Günter Rensen einig. „Es handelt sich hier um ein Leuchtturmprojekt für eine neue Unternehmenskultur“, so Bumann. Es sei eine „Kollegiale Werkstatt“, in der die Mitarbeiter Verantwortung übernehmen: „Jürgen und Günter haben diese Idee entwickelt und auch alles angeschoben.“

Dekoartikel für den Außenbereich

Diese beiden werden voraussichtlich schon ab April mit den Mitarbeitern in den neuen Räumen die Arbeit aufnehmen. So sollen in der Holzwerkstatt unter anderem Möbel für den Garten- und Innenbereich aus Euro-Paletten hergestellt werden. „Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wir haben noch einige andere Sachen auf dem Schirm – vom Weinregal bis hin zum schmucken Blumenständer“, so Rensen.

In der Metallwerkstatt sollen vorrangig Dekoartikel für den Außenbereich produziert werden. Ein Blick in den Musterkatalog zeigt, dass auch in diesem Bereich einiges möglich ist. „Hinzu kommen in beiden Bereichen Auftragsarbeiten von anderen Firmen“, betont Bumann.

Vorbereitung auf Arbeitsmarkt

Ertelt und Rensen freuen sich nach eigenen Aussagen schon auf den Startschuss: „Es macht Spaß, mit den Menschen zu arbeiten, sie an völlig neue Aufgaben heranzuführen“, sind sie sich einig. So sei es wichtig, Schwächere und auch etwas Stärkere zu fördern, um ihr Selbstvertrauen aufzubauen. „Sie freuen sich stets, wenn sie selbstständig arbeiten dürfen. Und hier können sie viele neue Fähigkeiten entwickeln. Schließlich sollen sie Spaß an der Arbeit haben. Was sie hier herstellen, ist eben von Dauer, darin können sie sich wiedererkennen.“ Zudem sei es auf diesem Wege durchaus möglich, die Mitarbeiter auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Die Dinge, die am Westring hergestellt werden, sollen später auch über das Internet gehandelt werden. Zu besichtigen sind sie in der Ausstellungshalle.

„Es gibt schon einige Bewerber, die von der anderen Straßenseite gerne hierher wechseln möchten, weil sie die Arbeit mit Holz und Metall wesentlich interessanter finden“, betont Bumann.

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