Kunstausstellung im Bibelgartenhaus

Galerie statt Rumpelkammer

Franz Duin, Künstlerin Sigrun Münch und Wiltrud Stanszus (v.l.) vor dem Fachwerkhaus im Wildeshauser Bibelgarten. - Foto: Petzold

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. Für ihre Zeichnungen braucht Sigrun Münch weißes Papier, einen guten Stift und Ruhe. Dann entstehe ihre Kunst ohne Vorbereitung „aus dem Handgelenk“. So fertigt sie Motive aus filigranen Linien, für die Münch einen Grafikstift einsetzt und die sie mit Metallbeschlag ergänzt. Ihre Werke präsentiert sie am Sonntag, 11. September, ab 11 Uhr im Bibelgartenhaus in Wildeshausen.

„Zur Kunst bin ich gekommen, als ich im Internat gearbeitet habe“, erzählte die Erzieherin im Ruhestand. „Die Tätigkeit dort konnte sehr stressig sein, sodass ich als Ausgleich einfach angefangen habe, am Abend zu malen.“ Ernsthaft betreibe sie ihre Kunst seit nunmehr zehn Jahren. „Mit meinem zweiten Mann bin ich viel gereist. Ich sage immer, dass ich die Städte nicht kenne, aber auf jeden Fall die Museen“, lachte die 69-Jährige.

Mit ihren Werken bestückte die Huntloserin schon Ausstellungen in Oldenburg und auch in Wildeshausen. Nun sind die Bilder wieder in der Kreisstadt zu sehen. Am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September, werden sie im Fachwerkhaus im Bibelgarten neben der Alexanderkirche ausgestellt. Die Idee dazu hatte Bibelgärtner Klaus Stölting. Er und Münch haben früher zusammen in der Einrichtung „Gut Sannum“ in Großenkneten gearbeitet und sind seitdem befreundet.

„Die modernen Bilder und das ehrwürdige Fachwerkhaus sind eine tolle Kombination“, fand Franz Duin vom „Freundeskreis Bibelgarten“. „Wir haben bewusst das Gartenwerkzeug in der Ecke belassen, um zu zeigen, dass das Haus arbeitet. Das entspricht dem englischen Stil“, erzählte der ehemalige Bürgermeister der Wittekindstadt. „Hier war früher eine Waschküche, und der Raum diente sogar mal als Stall und als Plumpsklo“, berichtete Wiltrud Stanszus, von der ev.-luth. Kirchengemeinde Wildeshausen. „Dabei ist es ein wunderschöner Raum, der nun wieder zum Leben erweckt wird.“ Der Bibelgarten wurde vor sieben Jahren angelegt, das Haus steht schon deutlich länger dort. „Wir sind dem Gärtner sehr dankbar, dass er so viel Arbeit in die Renovierung dieses Baus gesteckt hat“, so Duin.

Die Ausstellung bildet den Auftakt für die Nutzung des Gebäudes als Galerie. Am „Tag des offenen Denkmals“ gibt es zudem Führungen durch Kirche und Sakristei. Weitere Informationen zum Programm im Internet.

www.ev-kirche-wildeshausen.de

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