Englische Namensgeber lassen sich Besichtigung des neuen Brunnens nicht nehmen

Gäste aus Hertford machen „Wasserprobe“

Im Trauzimmer kamen die Hertforder und Wildeshauser zu einem gemütlichen Empfang in lockerer Atmosphäre zusammen.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Den neuen Hertford-Brunnen ebenso wie den neuen Look des Trauzimmers im historischen Rathaus erlebten am Wochenende acht Gäste aus Wildeshausens englischer Partnerstadt Hertford während ihres Aufenthalts in der Wittekindstadt. Die Freunde aus Großbritannien waren in fünf Gastfamilien in Wildeshausen und Dötlingen untergebracht. Sie ließen sich unter anderem durch die Wildeshauser Innenstadt führen und besuchten gemeinsam mit den Wildeshausern das Huntesperrwerk in Elsfleth.

Nach der Ankunft am Flughafen in Bremen am Sonnabendvormittag und der Weiterreise nach Wildeshausen begrüßte Bürgermeister Jens Kuraschinski die Delegation aus Hertford am frühen Nachmittag im festlichen Trauzimmer, wo ein kleiner Empfang für die Gäste ausgerichtet wurde.

Als kleine Willkommenspräsente mit lokalem Hintergrund verteilte Kuraschinski dabei Wildeshauser Kochbücher und Regenschirme an die Engländer. Bei Erfrischungsgetränken entstanden bald angeregte Gespräche, und schnell schwanden bei vielen vorherige Hemmungen, sich in der ungewohnten Fremdsprache oder im „Sprachenmix“ zu unterhalten.

David Kerby, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins auf Hertforder Seite, dankte für den herzlichen Empfang. Er war mit seiner Frau Anne angereist. Wie viele der Mitreisenden besuchte das Ehepaar Kerby die Wittekindstadt bereits zum wiederholten Male. Ray Cleaver war dagegen zum ersten Mal mit dabei und zeigte sich schon auf den ersten Blick begeistert – vor allem von der schönen Innenstadt.

Eine „Wasserprobe“ am neuen Brunnen ließen sich die englischen Besucher nicht nehmen. J Fotos: Nosthoff

Auf Wildeshauser Seite vertrat Marcus Hemjeoltmanns die verhinderte Vorsitzende des Partnerschafts-Komitees Ellen Estrum, in deren Fußstapfen er wohl Anfang des kommenden Jahres treten möchte, wie er bereits verriet. Vom Komitee-Vorstand war auch die Kassenwartin Tanja Krönke dabei. „Die Verbundenheit und die guten Kontakte über die vielen Jahre hinweg sind richtig schön“, so Krönke. Der Austausch sei immer sehr herzlich und familiär. Viele seien immer in den gleichen Familien zu Gast und bauten so persönliche Freundschaften auf.

Die Partnerschaft zwischen Hertford und Wildeshausen besteht nun seit 21 Jahren. Hertford ist auch Partnerstadt der französischen Gemeinde Evron, mit der Wildeshausen seit nunmehr 36 Jahren verbunden ist. Unabhängig von den gegenseitigen Besuchen der Partnerschafts-Komitee-Mitglieder finden stets auch eigene Austausche von Oberstufenschülern sowie von den Musikern und Chören aus Evron, Hertford und Wildeshausen statt.

„Für uns Deutsche ist die Partnerschaft zu Hertford natürlich sehr attraktiv“, betonte Hemjeoltmanns. Nicht nur wegen der Sprache – ein weiterer Bonus sei die Nähe Hertfords zu London. „Mit Auto oder Zug ist man von dort aus in 40 bis 50 Minuten in der Hauptstadt Englands“, so Hemjeoltmanns. Mit den gegenseitigen Besuchen wechseln sich die Wildeshauser und die Hertforder jedes Jahr ab. Im kommenden Oktober steht nun wieder eine Reise nach England auf dem Plan.

Hemjeoltmanns schmiedet jedoch auch schon vorsichtig Pläne für den nächsten Besuch „von der Insel“: „Ich glaube, die Gäste aus England waren tatsächlich noch nie im Museumsdorf. Daher wäre eine gemeinsame Fahrt nach Cloppenburg sicherlich auch noch mal interessant.“

Hemjeoltmanns unterstrich auch, dass das gemeinsame Essen, zu dem man am Wochenende in Oldenburg zusammen kam, stets eine Gelegenheit für neue Interessierte ist, mit den Hertfordern und dem Partnerschafts-Komitee Kontakte zu knüpfen.

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