Radfahrerinitiative plant Bürgerbefragung / Bald Stellflächen im Außenbereich

Fußgängerzone und kostenpflichtige Parkplätze

Autoverkehr auf der Westerstraße soll nach dem Wunsch der Radfahrerinitiative bald der Vergangenheit angehören. Foto: dr

Wildeshausen – Die Wildeshauser Initiative für Radverkehr (WIR) möchte eine Bürgerbefragung zum Thema Fußgängerzone auf der Westerstraße anstoßen. Das kündigten die Gründungsmitglieder Martin Bruns, Klaus Schultze und Frank Poppe per Pressemitteilung an.

WIR betont in seiner Stellungnahme: „Feinstäube, Stickoxyde und vor allen Dingen Lärm gefährden in zunehmender Weise die Gesundheit. Deshalb sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, diese Emmissionen zu reduzieren. Die Bürger Wildeshausens benötigen im Stadtzentrum unbedingt eine Ruhezone zum Einkaufen und zum Entspannen. Dafür wäre die Westerstraße hervorragend geeignet.“

Die Initiative stellt sich vor, dass der Fahrradverkehr in einem bestimmten Straßenbereich zugelassen sein sollte. Für den motorisierten Lieferverkehr müsse es feste Zeiten geben.

„Für den Besucherverkehr sind ausreichend Parkplätze in der zweiten Reihe vorhanden. Der Gildeparkplatz mit dem Parkhaus ist ebenfalls fußläufig in wenigen Minuten erreichbar“, heißt es. „Eigentlich gibt es keine Gründe, das Projekt nicht sofort anzugehen. Bauliche Veränderungen müssen nicht vorgenommen werden. Die Stadtverwaltung hat für seine Bürger auch eine Fürsorgepflicht.“

WIR plant nun, per Befragung den Bürgerwillen zu ermitteln und sucht noch Helfer, die das mitorganisieren. „Sollten sich die Einwohner mehrheitlich für eine Fußgängerzone auf der Westerstraße aussprechen, hätten Verwaltung und Rat jahrelang gegen den Bürgerwillen entschieden“, teilt die Iniative mit.

Unterdessen gibt es offenbar bislang nicht veröffentlichte Pläne der Stadtverwaltung, alle Parkplätze in der Innenstadt innerhalb des Walls, also auch auf dem Gildeplatz, der mit Schranke gesichert werden würde, kostenpflichtig zu machen. Dieses Konzept soll im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss vorgestellt worden sein. Alle diejenigen, die derzeit den Zentralparkplatz in der Innenstadt nutzen, müssten ihr Fahrzeug dann auf gesondert ausgewiesenen Parkplätzen im Außenbereich abstellen. So stehen beispielweise allein am Bahnhof derzeit rund 90 Stellflächen zur Verfügung. Es sollen aber wohl auch noch andere Bereiche in Betracht gezogen werden. Die Rede ist vom Krandelparkplatz, dem Areal beim Wohnmobilstellplatz der Ladestraße sowie zu schaffenden Flächen in den Marschwiesen. Geplant ist offenbar auch, mehr Einbahnstraßen auszuweisen, um den Verkehr zu lenken. Teile dieser Ideen treffen auf Wohlwollen der Radfahrerinitiative. „Wir können uns gut einen Zentralparkplatz außerhalb des Zentrums vorstellen“, so Poppe. Dann könne es einen Shuttle-Verkehr in die Innenstadt geben.  dr

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