Stadt Wildeshausen schließt einen Vertrag mit Ute Mahlstedt ab

Fundtiere werden ein Jahr lang im „Tierparadies“ betreut

Das „Tierparadies Mahlstedt“ bietet viel Platz für die Bewohner. - Foto: Tierparadies

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Fundtierunterbringung in der Stadt Wildehausen ist neu geregelt. Ab morgen erfolgt die Betreuung von entlaufenen Hunden, Katzen sowie anderen Tieren nicht mehr durch die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW), sondern durch das Tierparadies Mahlstedt in Ganderkesee-Schönemoor. Der Vertrag wurde zunächst über ein Jahr abgeschlossen.

Damit ist zunächst einmal geklärt, wo die Tiere unterkommen. Ein langfristiges Konzept existiert aber noch nicht, da die Verträge bald wieder neu ausgeschrieben werden dürften. Ute Mahlstedt erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass sie die Betreuung übernehme, um der Tierschutzgruppe die Möglichkeit zu bieten, die Voraussetzungen für eine langfristige Fundtierunterbringung zu schaffen. Sie habe nicht vor, die Betreuung länger zu übernehmen.

Vorerst beendet ist damit aber erst einmal das Hin und Her, was ein Tierheim der Tierschutzgruppe Wildeshausen betrifft. Diese hatte viele Jahre lang alle Fundtiere der Stadt betreut und zuletzt geplant, in Hanstedt zunächst eine Versorgung von Katzen zu ermöglichen.

Da die Stadt jedoch enge zeitliche Fristen setzte, kam es nicht zu einer neuen Vereinbarung, die dann eine Gültigkeit von fünf Jahren gehabt hätte – und für die Stadt voraussichtlich deutlich geringere Kosten verursacht hätte.

Wie es konkret in Hanstedt weitergeht, mag von der Tierschutzgruppe derzeit niemand sagen. Denkbar wäre es aber, dass dort nun ganz in Ruhe eine Tierunterbringung vorbereitet wird.Das Katzenhaus in Wildeshausen dürfte in absehbarer Zeit geschlossen werden. Es galt ohnehin nur noch als Übergangslösung, weil es baurechtlich nicht den Anforderungen genügte.

Während die Katzen aus Wildeshausen zur Tierpension Mahlstedt umziehen werden, sollen im Katzenhaus bis Ende des Jahres noch die Tiere der Gemeinden Großenkneten, Hatten und Dötlingen beherbergt werden. Großenkneten und Hatten wollen ihre Tiere dann in einem privaten Heim in Bergedorf betreuen lassen.Dötlingen hat notgedrungen auch den Vertrag mit der Tierschutzgruppe zum Ende des Jahres gekündigt und überlegt nach Angaben von Bürgermeister Ralf Spille nun, wo die Tiere jetzt untergebracht werden können.

Mit der Wildeshauser Lösung, die Tierpension Mahlstedt zu beauftragen, kann die TSGW derzeit gut leben. „Das ist für die Tiere das Beste“, so Pressesprecherin Edith Kaminski. Mahlstedt sei eine Tierfreundin, „da muss man keine Angst haben.“Die Pension bietet ein über 100 000 Quadratmeter großes eingezäuntes Freigelände mit Badesee vorrangig für Hunde. Die Anlage ist auf einem modernen Stand. Telefonisch erreichbar ist das „Tierparadies“ unter der Rufnummer 04221/40034.

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