INTERVIEW Die OLB zieht am 23. November wieder an die Westerstraße

„Für mich ist das praktisch ein Feiertag“

Packen die Kartons: Jutta Jünemann und Rainer Grewing von der OLB.
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Packen die Kartons: Jutta Jünemann und Rainer Grewing von der OLB.

Wildeshausen – Die Oldenburgische Landesbank (OLB) steht kurz davor, wieder an den Stammsitz an der Westerstraße in Wildeshausen zurückzukehren. Im Interview mit Redaktionsleiter Dierk Rohdenburg verraten Jutta Jünemann, Leiterin Filialgebiet Delmenhorst/Landkreis Oldenburg, und Rainer Grewing, Leiter Firmenkundenbetreuung/Mittelstand Wildeshausen-Delmenhorst, wie der Umzug über die Bühne geht und womit die Kunden rechnen müssen.

Sie wollen am 23. November an der Westerstraße eröffnen. Bleibt es bei dem Termin?

Jünemann: Ja, der Termin steht. Ab Montag, 23. November, 9 Uhr, freuen wir uns am neuen alten Filialstandort an der Westerstraße auf unsere Kunden. Bis dahin gibt es noch einiges für den erfolgreichen Umzug zu erledigen.

Was denn zum Beispiel?

Jünemann: Wir werden den Ausweichstandort an der Bahnhofstraße letztmals am Freitag, 13. November, öffnen. Danach werden die Geldautomaten abgebaut und an der Westerstraße neu installiert. Das heißt, insbesondere für die Bargeldversorgung während dieser Umzugswoche bitten wir unsere Kunden, die alternativen Möglichkeiten in Verbrauchermärkten oder Tankstellen zu nutzen. Auch die Schließfachanlage und vieles mehr wird verladen.

Dabei müssen Sie ja eigentlich nur einen kurzen Weg zurücklegen.

Jünemann: Faktisch sind es zwar nur wenige Meter zwischen Bahnhofstraße und Westerstraße, aber wer schon mal umgezogen ist, kennt das: Ob ein paar hundert Meter oder hundert Kilometer, bei einem Umzug wird viel eingeladen, transportiert, ausgeladen, wieder aufgebaut und eingeräumt. Das ist bei uns nicht anders.

Macht Ihnen Corona beim Umzug zu schaffen?

Grewing: Nein, auf den Umzug selbst hat die Pandemie keine Auswirkungen, außer dass wir natürlich auch unter diesen Umständen auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln achten. Aber das machen wir sowieso jeden Tag.

Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf ihr Kundengeschäft?

Grewing: Die Auswirkungen der Pandemie fördern in der gesamten Gesellschaft die Digitalisierung. Bargeldlose Zahlungen nehmen zu und auch der Austausch per Videokonferenz, E-Mail oder Telefon. Insbesondere in der Betreuung unserer mittelständischen Firmenkunden ist das für uns nichts Neues. Üblicherweise freuen sich unsere Kunden sehr darüber, wenn wir sie für Beratungen in ihrem Betrieb besuchen. Eine Folge von Corona ist jetzt leider, dass dies momentan nicht geht und wir uns daher nicht vor Ort, sondern per Onlinemeetings zusammenfinden. Das funktioniert einwandfrei und wird von unseren Kunden gut mitgetragen, da es unserer Kompetenz und Erreichbarkeit keinen Abbruch tut. In Summe nimmt die Anzahl unserer Gespräche jetzt sogar zu, denn wir sind zum einen bei Corona-unabhängigen Themen ungebremst für unsere Kunden da und zum zweiten stehen wir den Unternehmen, die von den Folgen hart getroffen sind, mit Rat und Tat zur Seite. Jünemann: In unserer Filiale in Wildeshausen haben wir bis auf Weiteres Corona-Sonderöffnungszeiten montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr. Ansonsten spüren wir im Prinzip kaum Auswirkungen. Die Frequenz ist weiterhin hoch, was die Einhaltung der AHA-Regeln umso wichtiger macht.

Steigt jetzt die Zahl der Online-Geschäfte und wer nutzt diese Möglichkeit?

Jünemann: Im Privatkundenbereich nimmt die Nutzung der digitalen Möglichkeiten sukzessive zu. Manchmal sind neben dem bedarfsgerechten Angebot der Bank ganz praktische Umstände dafür die Treiber: Bekommt jemand ein neues Smartphone oder zu Hause einen schnelleren Internetzugang, fördert dies auch das Onlinebanking, weil man die vielen Services dann umso besser nutzen kann. Grewing: Bei unseren Firmenkunden ist das Onlinebanking schon seit Jahren weit verbreitet und etabliert. Auch das hat mit praktischen Umständen zu tun: In den Unternehmen fallen unter anderem etliche Zahlungsverkehrsvorgänge an, die sich schneller, flexibler und günstiger handhaben lassen, wenn sie vom Unternehmen direkt ausgeführt werden, anstatt dafür die Bank zu beauftragen.

Am neuen alten Standort sind Privatkunden- und Firmenkundengeschäft unter einem Dach. Welche Vorteile bietet das?

Jünemann: Wir haben im Privat- und Firmenkundengeschäft auch in den vergangenen Jahren schon eng zusammen gearbeitet und verstehen uns als ein Team. Aber an der Bahnhofstraße sind wir über drei Etagen verteilt und an der Westerstraße auf einer Ebene zusammen. Künftig sind wir also barrierefrei und haben eine gute öffentliche Parkplatzsituation, was auch für unsere Kunden von Vorteil ist. Grewing: Die Zusammenarbeit in den Einheiten ist in der Tat eng und konstruktiv. Untereinander kennen wir uns vielfach seit Jahren, ebenso unsere Kunden. Das schafft gegenseitiges Vertrauen. Der Kollege Herbert Ahrens beispielsweise war hier schon im Einsatz, als ich 1993 die Leitung der Filiale Wildeshausen übernommen habe. Jetzt ziehen wir dienstlich wieder näher zusammen und das in – im Vergleich zu damals – schönen, hellen, modernen Räumen. Für mich ist das praktisch ein Feiertag. Jünemann: Apropos, Herbert Ahrens feiert fast auf den Tag genau zum Wiedereinzug an der Westerstraße sein 40. Dienstjubiläum in der OLB und ist für unsere Privatkunden seit eh und je ein geschätzter Ansprechpartner.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Privat- und Firmenkundenbereich?

Grewing: Es gibt viele Kunden bei uns in der OLB und besonders im Raum Wildeshausen, die sowohl mit ihrer Firma als auch privat auf uns zählen. Und da wir mit unseren Teams wie gesagt sehr gut und harmonisch vernetzt sind, können wir gemeinsam das Beste für unsere Kunden realisieren: Erwähnt zum Beispiel ein Geschäftsführer im Gespräch über die nächste Investition in seiner Firma, dass er auch privat eine Immobilie kaufen möchte, machen wir im Firmenkundenbereich das Investitionsdarlehen fertig und leiten für die private Baufinanzierung unkompliziert an die darauf spezialisierten Kollegen über. Jünemann: In beide Richtungen arbeiten wir Hand in Hand. Davon profitieren unsere Privat- und Firmenkunden. Vor diesem Hintergrund ist die mit dem Umzug verbundene Investition in unser neues Domizil insgesamt auch ein klares Statement an unsere hiesigen Kunden und die Kreisstadt an sich, dass uns der Standort Wildeshausen sehr wichtig ist.

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