Wildeshausen: Streit um Elisabethweg

Anwohner protestieren gegen Bauvorhaben - Bauantrag liegt noch nicht vor

Eine Baulücke an einer Straße
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Baulücke am Elisabethweg: Hier soll ein Neubau entstehen. Doch bislang gibt es noch keinen Antrag.

Wildeshausen – Rund 100 Unterschriften hat eine Anwohnerinitiative im Rahmen der Ratssitzung am Donnerstag an Bürgermeister Jens Kuraschinski übergeben. Victoria Büttelmann und Anne Flenker nutzten die Gelegenheit, so deutlich zu machen, dass dort, wo bis vor Kurzem noch ein Wohnhaus am Elisabethweg stand, den Nachbarn zufolge kein Gebäude gebaut werden soll, das nicht in das Bild des Einfamilienhausgebietes passt. Sie wollen verhindern, dass ein Vier-Parteien-Wohnhaus in der Siedlung errichtet wird, wie es der Investor angekündigt haben soll.

Wie die Stadtverwaltung im Rahmen der Sitzung mitteilte, liegt ihr derzeit aber noch kein Bauantrag oder ein Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes vor. Deshalb, so Bürgermeister Jens Kuraschinski, bestehe keine Dringlichkeit, das Thema zu behandeln. Das hatte der fraktionslose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff beantragt.

Kuraschinski regte an, dass die Politik eine Screening-Gruppe bildet, um zu überlegen, wie zukünftig mit Bauanträgen umgegangen werden soll. Ziel solle es sein, nicht jedes Mal einen Fachausschuss einberufen zu müssen. Baufachbereichsleiter Hans Ufferfilge betonte, dass jeder Bauantrag „genauestens geprüft“ wird, bevor eine Genehmigung erfolgt.

Anwohner fordern: Nur zwei Wohneinheiten pro Haus

Die Anwohner wollen mit ihrer Initiative erreichen, den Bebauungsplan so zu ändern, dass die vorgesehene Einzelhausnutzung auf zwei Wohneinheiten begrenzt wird (wir berichteten). Außerdem wünschen sie sich eine Veränderungssperre für den Bereich. Dadurch wären dem Investor die Hände gebunden.

Den Nachbarn ist es nach eigenen Angaben ein Anliegen, die in Wildeshausen außergewöhnliche Architektonik der Straße langfristig zu sichern. „Für die Wohngebäude an der Ostseite des Elisabethwegs fordern wir, den siedlungshistorischen Baustil von 1959 bei Neubauten beziehungsweise Renovierungen zu erhalten“, so Flenker. Dort stehen beziehungsweise standen ein Dutzend Häuser, die nach dem Zweiten Weltkrieg im gleichen Stil errichtet wurden und als die „12 Apostel“ bekannt sind.  

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