Bibelgarten leidet unter der Witterung

Frost hat die Feige fertiggemacht

Wenig Hoffnung, dass er noch einmal austreibt: Klaus Stölting überprüft den Feigenbaum im Bibelgarten. Er ist wohl erfroren.
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Wenig Hoffnung, dass er noch einmal austreibt: Klaus Stölting überprüft den Feigenbaum im Bibelgarten. Er ist wohl erfroren.

Wildeshausen – Gartenbesitzer kennen den Anblick nach einem harten Winter: Manche der liebevoll gepflegten Pflanzen haben den Frost nicht überstanden und müssen ersetzt werden. Diese Problematik gibt es auch im Bibelgarten der Wildeshauser Alexanderkirche. Allerdings aktuell deutlich stärker als in den Vorjahren. „Die vergangenen Winter waren wir verwöhnt, da es kaum Frost gegeben hat“, so Bibelgärtner Klaus Stölting.

Deshalb seien auch manche Pflanzen in der kalten Jahreszeit draußen geblieben und hätten gar nicht so viel Schutz gebraucht. Diesmal aber schlugen die 15 Minusgrade und vor allem wohl der Ostwind heftiger zu, und mit großer Wahrscheinlichkeit ist dadurch der mittlerweile recht stattliche Feigenbaum eingegangen. Noch immer steht er ohne Knospen an der Mauer des Bibelgartens, und so wie es derzeit aussieht, sind Stamm und Äste ohne Leben. „Ein wenig Hoffnung habe ich noch, dass er von unten austreibt“, so Stölting am Mittwoch, als wieder Gartendienst im Schatten des Remters war. „Ich gebe der Feige eine kleine Chance, wenn es endlich wärmer wird.“

Sollte sich aber auch die nächsten Tage kein Leben in der Pflanze zeigen, muss der Baum wohl samt Wurzelwerk ausgegraben werden. Es sei in jedem Fall eine Neuanpflanzung geplant, so der 76-jährige Wildeshauser, der den Garten seit bald elf Jahren mit einigen Helfern angelegt hat. Er wäre sehr dankbar, wenn es eine Spende für den Bibelgarten geben würde. Vielleicht, so seine Hoffnung, hat ja jemand eine Feige im Garten stehen, die schon etwas größer ist und den Bereich neben dem Remter schmücken könnte.

Der große Ölbaum: Hier hat Stölting Hoffnung, dass er die Frostperiode überstanden hat.

Die idyllische Anlage an der Alexanderkirche ist wegen ihrer Ausrichtung auf die in der Bibel genannten Pflanzen naturgemäß sehr auf mediterrane Blumen und Bäume angewiesen, die den Frost nicht so gerne mögen. Im benachbarten Pilgerhäuschen haben die Gärtner einen beheizten Bereich mit Folientunnel eingerichtet. Hier können die empfindlichen Pflanzen in Kübeln überwintern und werden nach den Eisheiligen ins Freie transportiert.

Ölbaum könnte wieder austreiben

„Wir haben sie vor 14 Tagen nach draußen gebracht“, erzählt Stölting. Dabei kontrollierten die Gärtner auch die Gewächse, die wegen ihrer Größe nicht mehr transportiert werden können. Der Maulbeerbaum hat die Frostperiode offenbar überlebt. Der große Ölbaum hingegen könnte – obwohl er in Isolierfolie (gegen die Kälte) und Vlies (gegen zu starke Sonneneinstrahlung im Winter) eingepackt war – vielleicht auch ein Opfer der Kälte geworden sein. Doch es besteht Hoffnung: „Er hat noch ein grünes Inneres“, wünscht sich Stölting genug Vitalität, die den Baum zu neuem Leben erwecken kann.

Was dem Bibelgarten helfen dürfte, ist sommerliche Wärme. Unterdessen arbeiten die Ehrenamtlichen an der Verschönerung des Ensembles. „Wir haben einige Pflegearbeiten“, so Stölting. Unter anderem müsse das Fließgewässer umgestaltet werden.

Wer einen Feigenbaum spenden möchte, kann sich bei dem Gärtner unter Telefon 04431/6177 melden.

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