Grundschüler feiern Fest

Friedenswünsche: Keine Waffen und Ballerspiele

Die Kinder bemalten gemeinsam Friedenstauben und schrieben ihre Wünsche auf die Rückseite. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Rund 120 Mädchen und Jungen aus allen Wildeshauser Grundschulen feierten am Mittwoch ein kleines Fest zum Weltfriedenstag auf der Burgwiese. Diesmal stiegen (aus Umweltschutzgründen) keine Luftballons in die Luft. Stattdessen gab es Wünsche auf Friedenstauben sowie Friedenskekse.

Der Präventionsrat der Stadt Wildeshausen hatte die Veranstaltung ein wenig anders geplant als in den Vorjahren. Die Schulen kamen nachein-ander auf den Platz vor der Konzertmuschel. Dort machten sie Handabdrücke auf Stoffbahnen und bemalten Friedenstauben. Auf der Rückseite verewigten die Kinder ihre ganz persönlichen Wünsche, und die Bandbreite zeigte deutlich, dass auch Grundschüler schon sehr genau über Krieg und Frieden nachdenken. Die neunjährige Ronda wünschte sich, dass der Krieg in ihrer Heimat Irak aufhört, während Oskar (9) dafür ist, dass die Ballerspiele im Computer abgeschafft werden. Dominik (9) möchte, dass es keine Atomwaffen mehr gibt, und sein Zwillingsbruder Fabian wünscht sich, dass in den USA nicht mehr so leicht Waffen zu kaufen sind, weil die Menschen sich gegenseitig niederschießen.

Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht

„Ich bin total begeistert darüber, wie viele Kinder hier sind“, freute sich Bürgermeister Jens Kuraschinski. Er berichtete den Schülern, dass pro Jahr 19 bis 21 Kriege auf der Welt ausgetragen werden. „Das führt dazu, dass viele Menschen auf der Flucht sind und auch nach Wildeshausen kommen“, so Kuraschinski. „Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht. 87 Millionen Kinder sind vom Krieg ganz direkt betroffen“, zählt er auf. „Ganz schlimm ist auch, dass 250 000 Kinder in eurem Alter mit Waffen an die Front geschickt werden, um zu kämpfen. Wir können froh sein, dass wir in Deutschland Frieden haben.“

Die Schüler sangen im Anschluss „Wir bringen Friedenfür alle“ (St.-Peter-Schule) und „Wir sind Kinder einer Welt“ von Johnny Lamprecht (Wallschule). Die Mädchen und Jungs der Spascher Sand-Grundschule sangen und tanzten „Wir reichen uns die Hände“. Der zehnjährige Joris spielte dabei den Dudelsack. „Mein Vater besucht oft Mittelalter-Märkte“, berichtete er. „Da habe ich das Instrument kennengelernt.“

Friedensfest in Wildeshausen

Zum Aschluss gab es für alle Kinder Friedenskekse, die eine Gruppe aus dem Mehrgenerationenhaus gebacken hatte. Die Zahl der Kekse war nicht zu ermitteln. „Sie wiegen fünf Kilo, und wir haben zehn Pakete Butter verbacken“, berichtete Linda Vietor. Den Kindern hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

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